MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Helga und Dietrich Naumann

Die Fleißigen mit den schmutzigen Händen

Helga und Dietrich Naumann

Fachverkäuferin i. R.
Schlosser i. R.
Obere Dorfstr. 39
09648 Mittweida OT Frankenau

Ruhige Hände, saubere Hände kennt Dietrich Naumann bis heute nicht. Auseinandernehmen und Zusammenbauen, schließlich galt es den (technischen) Dingen auf den Grund zu kommen, prägte ihn seit früher Kindheit. So wurde er, 1946 schon in Frankenau in einen landwirtschaftlich geprägten Haushalt geboren, nach dem Besuch der örtlichen Dorfschule und dem Abschluss der 10. Klasse in Mittweida Landmaschinenschlosser. 1964 war er kaum der Lehre entwachsen, als er für die heimische Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) die Reparaturwerkstatt aufzubauen hatte. Hier blieb er bis 1975, leistete zwischenzeitlich seinen Grundwehrdienst ab. 1975 ging er zur Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) Bau in Mittweida. Statt Traktoren und Erntemaschinen galt seine Aufmerksamkeit nun Baufahrzeugen. Er konnte 1979 seinen Meisterbrief des Kfz-Handwerks erwerben und die Chance nutzen, in den achtziger Jahren sein Eigenheim in Frankenau zu erbauen. Zuletzt saß er einige Jahre mit im Vorstand der PGH, bis ihm 1994 gekündigt wurde, der Werkstattbereich abgebaut. Bei der Fa. Schmidt-Stolz Tiefbau in Ottendorf fand er neue Aufgaben Nach krankheitsbedingter Unterbrechung 2004 arbeitete er bis zum Renteneintritt 2009 bei der Fa. Sahm (Straßen- und Wegebau) in Altmittweida. Doch seine Hände können immer noch nicht ruhig sein… Helga Naumann wurde 1949 in Döhlen (bei Rochlitz) geboren, wuchs dann im nahen Penna auf, besuchte die Muldenschule in Rochlitz. Nach dem Abschluss der 8. Klasse lernte sie Feinstrumpffacharbeiter im VEB Strumpfwerk Edela in Hohenkirchen. Danach wechselte sie bis 1973 zum VEB Feinseide und 1974 zur Fa. Wagner in Mittweida (später VEB Storch) in die Windelherstellung. In Frankenau, wo sie seit der Heirat 1973 ansässig war, lernte sie die Leute richtig erst kennen, als sie 1984 in der Verkaufsstelle der Konsum-Genossenschaft anfing, sich zur Fachverkäuferin qualifizieren konnte. Als die Verkaufsstelle geschlossen wurde, bediente sie in den umliegenden Filialen der Fleischerei Otto Bauer, später auch der Fleischerei Richter, fand dann ortsnah bei der Gärtnerei Starke in Frankenau Aufgaben als Saisonkraft. Die Pflanzen, die Blumen sind ihrem Herz, ihren Händen heute noch vertraute Freunde. Sohn Sven freut das Ehepaar seit 1978. Ein Enkelkind ist inzwischen dazugekommen.
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