MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Lutz Nepolsky
Kreuz und quer
Rentner
Langhoffstr. 22
12681 Berlin
Die vielen Jahre im Dienste des Deutschen Roten Kreuzes waren wichtige und entscheidende Jahre im Leben von Lutz Nepolsky, aber auch viele andere Herausforderungen hatte er zu bestehen.
Geboren 1944 in Leipzig, war er einer der ersten, die 1961 an den neu errichteten Polytechnischen Oberschulen den 10-Klassen-Abschluss erworben konnten. Er absolvierte eine Lehre zum Facharbeiter für Farben und Lacke und bewarb sich anschließend am Pädagogischen Institut in Köthen, schloss 1967 als Lehrer für Chemie und Biologie ab. Schon in seiner Jugendzeit engagierte er sich ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Hier stieg er nun hauptamtlich ein, betreute vor allem den Jugendbereich, organisierte Wettkämpfe junger Sanitäter und Ferienlager für körperbehinderte Kinder. Dann rief für achtzehn Monate der Grundwehrdienst. Nur kurze Zeit arbeitete er danach wieder fürs DRK, dann wechselte er erst einmal Wohnort und Beruf und wirkte als Chemiefacharbeiter in den Böhlener Werken. Ein kombiniertes Fern-/Abendstudium machte ihn 1974 zum Fachschulingenieur für Chemische Technologie und Anorganische Chemie. An der Betriebsberufsschule des Böhlener Werkes wurde er nun als Lehrmeister eingesetzt. Die Abteilung Volksbildung am Kreissitz in Borna warb ihn aber bald für mehrere Jahre für die Ausbildung der Schüler im Rettungswesen (Zivilverteidigung). Als in der DDR Wert auf verstärkte vormilitärische Ausbildung gelegt wurde, rief ihn der Volksbildungssektor nach Berlin, wo er für die Sanitäter-Ausbildung von Mädchen verantwortlich wurde. Doch 1987 wechselte er wieder zum Roten Kreuz. Als Kreissekretär dieser Organisation wirkte er bis zur Abwicklung der Dienststelle 1990. Dann besann er sich auf seine Berufskenntnisse im chemischen Fach und arbeitete bis zum Ausscheiden aus gesundheitlichen Gründen 1996 in einem Kopierwerk der Fotoindustrie.
Mit gesundem Humor gesegnet, erinnert sich Lutz Nepolsky noch gern an die Mitwirkung in Kabarettgruppen während der Berufsschul- und Studienzeit. Manchen Sketch, manche Parodie kann er noch heute zum Besten geben. Nun im Ruhestand hat er Freude daran, gelegentlich in naturwissenschaftlichen Fächern Nachhilfe geben zu können. Seit 2009 zum zweiten Mal glücklich verheiratet, sind seine beiden Kinder und drei Enkel aus erster Ehe seine weiteren familiären Bezugspunkte.