MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Géza Németh

Die Liebe zu Zahlen…

Géza Németh
Diplom-Volkswirt

Hagerstraße 16
08645 Bad Elster
Tel. 037437/3416

Wer als Besucher oder als Kurgast das Staatsbad Bad Elster besucht, der kommt um eine Stadtführung zur Geschichte des Ortes nicht herum. Wo einst Könige Urlaub machten, da flanieren heute Gäste der umliegenden Hotels und Pensionen. Und wer sich für einen Stadtbummel entscheidet, der wird von einem Mann empfangen, der maßgeblich die Geschichte des Ortes aufarbeitet und sie heute den Touristen nahe bringen möchte. Die Rede ist von Géza Németh, der die nüchternen Daten und Jahreszahlen zu einer interessanten Geschichte verpackt. Seine Liebe zu Zahlen entdeckte er schon frühzeitig und nutzte diese später beruflich. Als er nach dem Staatsexamen aus seiner Heimat Ungarn in die damalige DDR kam, war Géza Németh zunächst im Ernst-Thälmann-Werk in Magdeburg für die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Investitionen zuständig, ehe er später im Messgerätewerk Erich Weinert als Abteilungsleiter tätig war. Mit seiner Frau Christa, die 1977 eine Stelle als Augenärztin im Vogtland annahm, übersiedelte er nach Bad Elster. Hier musste sich der offene und kontaktfreudige junge Mann neuen beruflichen Herausforderungen stellen. Als Abteilungsleiter für Preisbildung und Kalkulation in den Oelsnitzer Halbmond-Werken konnte er seiner Liebe zu Zahlen bis 1991 treu bleiben. Wie viele Menschen zur damaligen Zeit blieb auch Géza Németh von den Wirren der politischen Wende in Deutschland nicht verschont. Von einem Tag auf den anderen war er von Arbeitslosigkeit betroffen und nur der Rückhalt seiner Familie, zu der neben seiner Frau auch die drei Kinder Marika, Stefan und Angelika gehören, gab ihm die Kraft, diese Zeit zu überstehen. Er widmete sich der Geschichte der Radon-Forschung im ortsansässigen Institut für Balneologie und Kurortwissenschaft und war Gründungsmitglied des Vereins der Förderer des Bademuseums. Hier fand Géza Németh ein Betätigungsfeld, das er mit Leib und Seele verfolgte. Dank seines Engagements sind zahlreiche geschichtliche Details öffentlich geworden und im Archiv des Bademuseums gespeichert. Besonders die Weitergabe seines Wissens an Einwohner und Besucher von Bad Elster liegt ihm heute am Herzen. Der Mittsechziger sprüht geradeso vor Energie und setzt sich immer neue Ziele. Für sich persönlich bleibt wenig Zeit. Denn mit Führungen durch die Historie von Bad Elster und geschichtlichen Forschungsarbeiten hat er alle Hände voll zu tun. Doch gemäß dem Motto, wer rastet der rostet, zieht es ihn immer wieder an historische Orte und Fleckchen seiner zweiten Heimat, des Vogtlandes.
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