MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Joachim Naumann

Das schönste Hobby der Welt

Joachim Naumann

Angelverein Gahlenz e. V.
09569 Oederan/OT Gahlenz

Jagen und Fischen – die ältesten Arbeiten aller Zeiten – avancierten bei ihm zur großen Leidenschaft und somit zum schönsten Hobby der Welt. Seinen zweitgrößten Wunsch erfüllte sich Joachim Naumann im Jahre 2008 mit einem Angelurlaub in Norwegen. Der letzte steht noch aus – die Realisierung eines Traumes, der sich um eine Weltreise dreht, auf der natürlich mindestens zwei Tage nur zum Angeln reserviert sein müssen. Geboren wurde ein Freund der Bewohner feuchter Gefilde am 07.10.1949 in Oederan – ein Tag, der am Morgen noch Besatzungszone, am Abend DDR hieß. Seine Lehre zum Elektromonteur absolvierte er bei Energiebau Radebeul. Untergebracht in einem Internat, genoss er die Lehrzeit sehr, lernte viel für den Beruf und das Leben und würde diesen Schritt heute erneut wagen. Als aktiver Judoka entschied er sich in der Hoffnung, Mitglied der „Armeesportvereinigung Vorwärts Frankfurt“ – dem legendären Leistungszentrum der DDR – werden zu dürfen, für dreijährige Armeezeit. Umsonst! Er wurde nicht aufgenommen. So begann Herr Naumann 1971 bei der Energieversorgung Karl-Marx-Stadt, Bereich Freiberg mit Sitz in Oederan, erlebte die Umbenennung in „Envia“ mit, blieb dem Unternehmen bis zur Frührente 2005 treu und engagierte sich über viele Jahre innerhalb des Betriebsrates. Doch begleiteten berufliche Tätigkeit schon seit 1962 Angeln und Umweltschutz. Er trat dem Angelverein, Ortsgruppe Oederan, bei, die 1975 als Ortsgruppe Gahlenz neu gegründet wurde und sich 1993 als Angelverein Gahlenz e. V. nochmals neu formierte. Vorher Stellvertreter, übernahm er 2001 die Funktion des 1. Vorstandes und fand von Anfang an den perfekten Ausgleich zum Stress des Alltags. Als anerkannter Naturschutzverein, setzen sich 30 Mitglieder aus Gahlenz und Umgebung für regelmäßige Gewässerberäumung ein. Dass es in den Gewässern noch oder wieder Fische gibt, ist ausschließlich den Aktiven zu verdanken, die ebenfalls gegen Verbauung von Gewässern kämpfen oder neben vielem anderem derzeit die Äschenpopulation, die im Winter 2006 extrem zurückging, forcieren. 1972 heiratete er seine Regina und baute, um eine Wohnung zu haben, einen Stall aus. Eine Tochter wurde geboren, und heute tobt ein fröhlicher Enkel durchs Haus. Nach Familien- wird Vereinsleben großgeschrieben, und neben Geselligkeit treffen sich die Petri-Jünger regelmäßig beim schönsten Hobby der Welt.
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