MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Volker Birkholz
„Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren“
Mitglied der Goethe-Gesellschaft Weimar e. V.
Goethestr. 2
99096 Erfurt
Fon: 0361 / 3458342
Dieses Zitat aus Goethes „Faust“ dokumentiert auf schönste Weise die Interessen von Volkmar Birkholz. Sowohl in Bezug auf Persönlichkeit, Leben und Werk des Weimarer Dichterfürsten (und Politikers) führen Tangenten in sein Leben, den Spuren Fontanes ist er in der Mark Brandenburg gefolgt, dem historischen Friedhof von Stedten (Erfurt-Bischleben) hat er Gerechtigkeit widerfahren werden lassen, die Numismatik, die Widerspiegelung des Kreises um Goethe in Münzen und Medaillen, war und ist ihm angelegen.
Der Jenenser vom Jahrgang 1941 legte das Abitur an der Goethe-Oberschule in Gera ab. An der Pädagogischen Hochschule Erfurt studierte er Germanistik und Kunstgeschichte, hier fand er zu Goethe, aber auch zum Maler Otto Dix, über den er seine Diplomarbeit verfertigte. Mit dem Staatsexamen ausgestattet, ging es für erste Lehrerjahre in den Oderbruch, er unterrichtete in Seelow und Golzow (und war so Akteur des ersten Teils der hochgepriesenen Langzeitfilmdokumentation „Die Kinder von Golzow“). Nach fünf Jahren im Brandenburgischen ging es zurück nach Erfurt, wo er den jungen Leuten als Pädagoge und Klassenleiter Sprache, Dichtung und Kunst nahebringen konnte. Wie sein Vater war er Mitglied der National-Demokratischen Partei (NDPD). Diese berief ihn 1975 zum hauptamtlichen Stadtbezirkssekretär. Unorthodoxes Engagieren in dieser Funktion ermöglichte ihm den Übergang, als diese bisherige Blockpartei 1990 in der FDP aufging. Bis 1991 agierte er als deren Kreisgeschäftsführer, dann war er für eine Legislaturperiode FDP-Fraktionsgeschäftsführer im Erfurter Rathaus. 1995 wurde er bis zum Ruhestand 2005 Leiter des Informationszentrums der städtischen Bauverwaltung.
Der Verfasser des Buches „Ja es sind die bunten Mohne… Goethe und Erfurt“ ist seit 1975 Mitglied der internationalen Goethegesellschaft in Weimar e. V. (und dort im Vorstand und heute als Rechnungsprüfer aktiv). Er war Mitbegründer der Erfurter Goethe-Gesellschaft 1995 und zehn Jahre deren Vorsitzender. Er ist Mitglied des Redaktionskollegiums der Erfurter Münzblätter im Auftrag des Erfurter Münzfreunde e. V. Zu seinen Ehren wurden eigens Medaillen geprägt, der Oberbürgermeister seiner Stadt verlieh ihm den Ehrentitel „Botschafter für Erfurt“. Für Goethe und Erfurt, für die Medaillenkunst und die vielen Freunde, die er durch seine Aktivitäten dazugewonnen hat, ist der heutige Privatier noch immer im Unruhestand.