MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Georg und Carmen Naumann

Ihr größter Wunsch: Gesund in Frieden alt werden

Georg und Carmen Naumann

An der Kirche 2
06785 Oranienbaum-Wörlitz  OT Riesigk
Fon: 034905 / 21600

Sie haben sich beim Karneval in Wartenburg kennengelernt. Carmen und Georg Naumann aus Oranienbaum-Wörlitz, Ortsteil Riesigk, in Sachsen-Anhalt sind seit 1962 verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Kinder und fünf Enkel. Sohn Olaf wurde 1964 geboren und ist heute als Exportmanager für Osteuropa in der Firma MATOR KG in Solingen tätig. Tochter Kati, Jahrgang 1966, arbeitet als gelernte MTA für Funktionsdiagnostik in Dessau in einer Tagespflegeeinrichtung. Carmen Naumann kam 1942 als Tochter eines Flugzeugbauers und einer Postangestellten in Wittenberg zur Welt. Nach dem Besuch der Schule (1948-1958) wollte sie Apothekerin werden, doch es gab keinen Ausbildungsplatz dafür. Die Mutter riet ihr, eine Lehre zur Bankangestellten zu machen. Das lehnte sie ab und Carmen studierte von 1958-1961 am Institut für Lehrerbildung (IfL) in Köthen. Durch die Absolventenlenkung verschlug es die junge Lehrerin nach Wartenburg. Dort unterrichtete sie zunächst in der Unterstufe. Von 1965-1969 absolvierte Carmen Naumann ein Pädagogik-Fernstudium in Leipzig. Sie war mit Leib und Seele Lehrerin, auch in den oberen Klassen. 15 Jahre übte Carmen Naumann bis über die Wendezeit hinaus ihr Amt als Schulleiterin aus. 1981 wurde sie zum Oberlehrer und 1988 zur Studienrätin berufen. Von 1987-1989 leitete die engagierte Frau Lehrer an als Direktorin des Pädagogischen Kreiskabinetts. Georg Naumann, geboren 1936 in Wörlitz in Sachsen-Anhalt, wuchs in einer Tischlerei auf, die mehrere Generationen seiner Familie väterlicherseits führten. Da war es naheliegend, dass er nach dem Abschluss der 8. Klasse eine Tischlerlehre im traditionsreichen Betrieb (seit 1710) begann, die er nach drei Jahren mit sehr guten Ergebnissen abschloss. Nach seiner Gesellenzeit hatte er den Ehrgeiz, die Meisterschule zu besuchen, doch dazu kam es nicht. Es wurden Lehrer gesucht. Mit noch einem Tischlergesellen aus dem väterlichen Betrieb entschied sich Georg Naumann 1956 für eine Pädagogenlaufbahn. Der Werkunterricht (später Polytechnik) wurde gerade eingeführt. Georg Naumann bereitete sich erst in Gräfenhainichen und dann in Halle vor. Er machte ein Fernstudium (1956-1960) am Pädagogischen Institut der Universität in Halle. 20 Jahre unterrichtete er in den Fächern Sport und Werken und war darüber hinaus Fachberater für den Werkunterricht bis zum Eintritt ins Rentenalter. Sein Tischlerberuf kam ihm und seiner Familie ein Leben lang zugute, denn alle Möbel im Zuhause der Naumanns tragen Georgs Handschrift. Immer wenn Ferien waren, baute er Stück für Stück alles selbst - von der Küche bis zum Schlafzimmer. Heute sind Georg und Carmen Naumann Mitglieder in der Arbeiterwohlfahrt und genießen es, gemeinsam mit Gleichgesinnten zu verreisen. Er geht gern zur Jagd, war vier Jahre (1998–2002) Vorsitzender der Jägerschaft „Mittlere Elbe / Vorfläming“. Seine Leistungen wurden mit der „Silbernen Ehrennadel des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt“ gewürdigt. Heute tischlert er noch hobbymäßig in seiner Werkstatt, während sie das Haus und Anwesen in Ordnung hält und sich regelmäßig mit ehemaligen Kollegen trifft. Beide wollen in Gesundheit und Frieden alt werden.
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