MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hubert Möller

Für die Landwirtschaft bestimmt

Hubert Möller

Landmaschinen-  und Traktorenschlosser
99310 
Witzleben OT Ellichleben

Hubert Möller wurde am 26.09.1949 im thüringischen Stadtilm geboren, wuchs in Ellichleben in einem landwirtschaftlich geprägten Elternhaus auf und besuchte zehn Jahre die POS. „Anschließend wäre ich gern Koch geworden, um auf einem großen Schiff wie der Völkerfreundschaft zu arbeiten“, erzählt er. „Um einen Lehrvertrag hatte ich mich bereits selbst gekümmert. Leider wurde dieser aus politischen Gründen wieder aufgekündigt, da mir eine landwirtschaftliche Karriere vorbestimmt war. Bereits mein Opa war mit 65 Hektar Land Großgrundbesitzer und besaß in den 30er und 40er Jahren den modernsten Kuhstall Thüringens“, berichtet er weiter. Während Hubert Möllers Eltern später durch die Zwangskollektivierung in die LPG gezwungen wurden, absolvierte er schließlich eine zweijährige Lehre im Kreisbetrieb für Landtechnik Stadtilm als Landmaschinen- und Traktorenschlosser. Zusätzliche Schweißerlehrgänge rundeten sein Berufsbild ab. Bis 1968 arbeitete Hubert Möller im technischen Bereich der LPG. In den folgenden drei Jahren leistete er in Berlin-Adlershof und Teupitz seinen Wehrdienst ab. „Ich war der einzige in meinem Zimmer, der nie Parteimitglied war“, schmunzelt er. Im Anschluss nahm er seine damalige Tätigkeit in Witzleben wieder auf. Bis 1992 fuhr er den Ackergiganten K700 und bestellte die Felder im rollenden Schichtsystem. „Ich war eigentlich mein ganzes Leben lang für die Bodenbearbeitung zuständig, später dann mit dem hochmodernen Traktor John Deere“, sagt Hubert Möller. Bereits 1990 wandelte sich die LPG unter der Leitung von Bernhardt Ernemann in die zukünftige Agrargenossenschaft um. Bei der Gründungsversammlung wurde Hubert Möller in den Aufsichtsrat gewählt und fungierte 12 Jahre als stellvertretender Vorsitzender dieser Vereinigung, in der er fortan tätig war. Aus gesundheitlichen Gründen schied er 2011 mit einer Altersübergangsregelung aus seinem Beruf aus. Seit 1971 ist Hubert Möller mit seiner Frau Doris, einer gelernten Konditorin, verheiratet. Ihr weiteres Berufsleben verbrachte sie aber ebenfalls auf landwirtschaftlicher Ebene, vorrangig in der Tierproduktion. Mit Steffen und Silvio hat das Paar zwei Söhne und mittlerweile vier Enkel. In der Freizeit engagiert sich Hubert Möller bis heute als Jagdvorsteher seines Heimatortes und im Thüringer Taubenclub. Seit 1983 züchtet er bucharische Trommeltauben. „Das ist eine ganz seltene Rasse. Es gibt nur noch sieben Züchter in Deutschland“, erklärt er. Auch Haus, Hof, Garten und vor allem ausgedehnte Waldspaziergänge genießt er. „Als Glück empfinde ich meine Ehe und unser harmonisches Familienleben“, resümiert Hubert Möller. Den Traum von einer Ostseekreuzfahrt würde sich der naturverbundene Pensionär gerne noch erfüllen und hofft, dass die Gesundheit diesen Wunsch noch Wirklichkeit werden lässt.
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