MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Heinz Möller

Vieles kam ganz anders

Karl-Heinz Möller

Uhrmacher / Musiker
Am Eichelberg 13

99817 Eisenach

Fon: 03691 / 723424

Karl-Heinz Möller, 1946 unweit von Eisenach geboren, hatte sich seinen beruflichen Werdegang anders vorgestellt. Zunächst legte er in Ruhla nicht nur das Abitur mit Erfolg ab, sondern beendete außerdem im weltbekannten Uhrenwerk eine Facharbeiterausbildung. Nur kurze Zeit arbeitete er als Uhrmacher. Von 1969 bis 1974 leistete er seinen Dienst bei der Volksmarine, wollte danach zur Handelsmarine. Weil es mit der Gesundheit nicht zum Besten bestellt war, musste er seine Pläne ändern. „Ich fing beim Rat des Kreises Eisenach an und war bis 1978 in der Planungsabteilung beschäftigt. In der Zeit absolvierte ich an der Universität in Halle/Saale ein Zusatzstudium zum Wirtschaftswissenschaftler und schloss es als Diplom-Staatswissenschaftler ab. Dann erhielt ich das Angebot, wieder im Uhrenwerk zu arbeiten, diesmal in einer Abteilung, die sich mit dem Aufbau eines neuen Entwicklungszentrums befasste. Zur Wendezeit war das einer der ersten Bereiche, die aufgelöst wurden“, erzählt Karl-Heinz Möller. Daraufhin suchte er sich eine neue Herausforderung. Bei einer Zeitung, die wegen der Städtepartnerschaft zwischen Eisenach und Marburg auch in seiner Thüringer Region erscheinen sollte, arbeitete er als Anzeigenberater. Bald ergab sich eine neue Chance: „Durch Zufall lernte ich in Marburg den Inhaber der Musikschule Fröhlich kennen. Und dieses Treffen hatte Folgen. Herr Fröhlich schickte mir das Konzept seiner Schule und einige Musikinstrumente, so dass ich ein Franchise-Unternehmen der Musikschule in meiner Heimat aufbauen konnte“, berichtet Karl-Heinz Möller. Ab Herbst 1991 war er selbstständig und brachte Kindern das Spielen auf Tasteninstrumenten bei. Musik ist schon von Kindheit an sein Leben. Zur Jugendweihe bekam er ein Akkordeon geschenkt, nahm Privatunterricht, stand im Rampenlicht. 1996 gab Karl-Heinz Möller seine Schule auf. Ehefrau Doris, die im Uhrenwerk Hauptbuchhalterin war und in der Musikschule mitarbeitete, starb drei Jahre zuvor. Noch heute steht der Tausendsassa auf der Bühne, arbeitet für Zeitungen, baute ein Kinderensemble und einen Gospelchor auf, gründete einen Kulturverein, schreibt Lieder. „Ich möchte noch lange Kindern das handgemachte Musikspiel nahe bringen“, sagt der Vater von Sebastian. Vielleicht gehört Enkel Philip bald zu den Schülern. Auch wenn vieles anders kam, zufrieden ist Karl-Heinz Möller mit seinem Leben allemal.
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