MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Karin Mädler
Solide mit Träumen
Notarin i. R.
Reichsstr. 9
08523 Plauen
Eigentlich war es nicht unbedingt vorgesehen, dass sie den Beruf des Vaters ergreifen würde. Doch ihre loyale, geradlinige, disziplinierte und ordnungsliebende Art bot die richtigen Voraussetzungen, um den besonnenen Beruf eines Notars auszufüllen. Als Karin Großmann 1950 in Zwickau zur Welt gekommen, wuchs sie als Einzelkind auf, Mutter Ilse wirkte als Buchhalterin, Vater Helmut bereits als Notar. Ab 1957 besuchte die junge Karin die Schule, schloss 1969 in Oelsnitz / Vogtland mit dem Abitur ab. Danach war sie schon beim Staatlichen Notariat in Plauen angestellt, die Juraausbildung absolvierte sie im Fernstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1972 hielt sie ihr Diplom als Juristin in den Händen. Danach begannen im erzgebirgischen Zschopau die Aufgaben als Notarin. Diesen Beruf übte sie ab 1973 in Reichenbach / Vogtland aus, wohnte da aber schon seit der Heirat 1973 in Plauen. Die Geburt von Sohn Andreas 1978 unterbrach kurzzeitig ihren beruflichen Weg. Die bereits im Jahr nach dessen Geburt geschiedene alleinerziehende Mutter hatte nun auch schwere Jahre, denn sie musste auswärtige Arbeit, eine Wohnung mit Ofenheizung im 4. Stock und das Wohl des Kindes zusammenbringen. Das gelang ihr mit Hilfe der Eltern. 1985 konnte sie dann auch arbeitsmäßig nach Plauen wechseln, war bis 1990 beim dortigen Staatlichen Notariat, wo sie einst ihre Laufbahn begonnen hatte, eingesetzt. Mit dem Ende der DDR und dem Übergang zur Bundesrepublik änderten sich die Strukturen im Justizwesen. Karin Mädler entschied sich, als Notarin in eigener Praxis zu wirken, eine Entscheidung, die sie letztendlich nie bereuen brauchte, so dass sie bis zum Jahr 2013, als sie etwas vorzeitig mit 63 Jahren in den Ruhestand ging, erfüllte Berufsjahre haben konnte. Die seitdem mehr vorhandene freie Zeit füllt sie mit Lektüre und kleinen sportlichen Aktivitäten, der wöchentliche Schwimmbadbesuch in Bad Elster gehört dazu. Einmal im Monat trifft sie sich mit Freundinnen zum Stammtisch. Regelmäßig ist Sohn Andreas zu Besuch, der ansonsten in Frankfurt am Main seine Aufgaben bei der Deutschen Bahn gefunden hat. Karin Mädler schätzt Leben und Natur und die Menschen ihrer vogtländischen Heimat, ist aber auch gern in der Welt unterwegs. Höhepunkt noch zu DDR-Zeiten war eine Schwarzmeerkreuzfahrt in damals sowjetischen Gewässern, zwischen Odessa, der Krim und Sotschi. Mit den offenen Grenzen nach 1989 weitete sich der Blick gen Nahost (Jordanien, Oman), nach Afrika (Safari in Tansania). Kommendes Ziel wird wohl Mexico sein, da der Sohn für einige Jahre in die dortige Hauptstadt wechselt. So muss der Traum von Kanada eben noch warten.