MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rosemarie und Günter Möckel
Vorfreude auf die eiserne Hochzeit
Verkäuferin und Büroangestellte i. R.
Meister i. R.
Otto-Lilienthal-Str. 32
08468 Reichenbach
Fon: 03765 / 14560
Das lange verheiratete und eng verbundene Paar lernte sich einst beim Tanz in der Reichenbacher Tonhalle kennen. Das Hochzeitfest wurde 1951 begangen und am 06. August 2016 darf auf die eiserne Hochzeit das Gläschen erhoben werden. Tochter Petra wurde Kindergärtnerin, lebt in Lutherstadt Wittenberg und schenkte ihren Eltern einen Enkelsohn. Und nicht nur die beiden werden als Gratulanten erscheinen.
Geboren wurde Rosemarie Möckel am 23.05.1930 in Reichenbach. Nach der Schule musste sie 1944 ein Pflichtjahr absolvieren, bevor sie sich ihrer Ausbildung zur Verkäuferin widmen konnte. 1948 begann sie beim Konsum, wechselte 1952 zur Handelsorganisation sowie 1957 als Büroangestellte zur privaten Textilfirma „August Schreiterer“, an welcher sie bis zur Rente 1990 beschäftigt blieb.
Ehemann Günter, am 30.07.1927 ebenfalls in Reichenbach geboren, beendete seinen Schulbesuch 1942. Eine begonnene Lehre zum Färber konnte nicht beendet werden. Er musste Arbeitsdienst leisten, wurde von der Wehrmacht in Norwegen eingesetzt, geriet später in französische Gefangenschaft und konnte erst Weihnachten 1948 in die Heimat zurückkehren.
Arbeit nahm er bei Fa. Stark, anschließend in der Fa. Alfred Dietl in Unterheinsdorf auf. Später wurde der Betrieb verstaatlicht und 1992 zur Lautex AG. Mitte der 1950er erwarb Günter Möckel seinen Meisterabschluss und musste sich schwer erkrankt, u. a. aufgrund von Spätauswirkungen des Krieges, 1983 in den Frühruhestand begeben. Mit Unterstützung eines Pflegedienstes, der dreimal wöchentlich erscheint, versorgt Rosemarie Möckel ihren Mann seither mit Hingabe und Liebe. Beide sind stolz auf ihre Ehe und ihre Familie und darauf, das Leben gut gemeistert zu haben.
Früher begaben sich die Eheleute gern auf den Tanzboden.. Er ging oft schwimmen und als großer Blumenfreund eignete sich Günter Möckel viel Fachwissen über die Pflanzenwelt an. War es zu DDR-Zeiten möglich, einen Urlaubsplatz zu erhalten, verreisten Möckels regelmäßig und unternahmen nach der deutschen Vereinigung ausgedehntere Reisen ins europäische Ausland.
Günter Möckels Vater galt nach dem Krieg als vermisst. Aufgewachsen bei Mutter Margarete, unterstützte er sie und entwickelte dadurch eine Ader für Häuslichkeit, welche er mit seiner Frau durchaus teilt. Sie wurde von ihren Eltern Johanna und Alfred zu Ordnung, Hilfsbereitschaft und Genauigkeit erzogen und Günter Möckel meint voller Humor, dass seine Frau manchmal etwas zu übergenau sei.
Doch alle Vorfreude gilt nun der eisernen Hochzeit wie zahlreichen Besuchern, die garantiert für freundliche Gesellschaft und Geselligkeit sorgen werden.