MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Johannes und Julia Mäding
Sich immer selbst treu geblieben
Agraringenieur / LPG Vorsitzender
Pferdezüchter / Geflügelzüchterin
Wechselburger Str.8
09306 Hartha OT Wechselburg
Johannes Mäding erblickte am 27.01.1944 in Göritzhain, einem Ortsteil von Lunzenau, das Licht der Welt und wuchs als Einzelkind bei den Großeltern auf. Sein Vater kehrte erst 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Bis zur 8.Klasse ging Johannes Mäding in Göritzhain zur Schule und hat diese Zeit in positiver Erinnerung behalten. 1954 kaufte sein Vater den heimatlichen Hof, und seit dieser Zeit stand die landwirtschaftliche Arbeit im Zentrum des Lebens von Johannes Mäding. Der eigentliche Berufswunsch Elektriker ließ sich leider nicht realisieren. Er bekam aber die Chance, seine Lehre als Landwirt im elterlichen Betrieb unter seinem Vater als Lehrausbilder zu absolvieren. Die dazugehörige dreijährige Berufsschule besuchte er in Rochlitz. Im Anschluss daran arbeitete er bei der MTS als Traktorist, eine Zeit, die ihm die Belange der Landwirtschaft noch näher brachte und viele Zusatzqualifikationen ermöglichte. 1963 hat Johannes Mäding während einer Arbeitsphase in Krostitz seine zukünftige Frau Julia, eine junge Geflügelzüchterin (*19.05.1946) kennengelernt. 1965 – kurz vor Beginn des 1,5 jährigen Wehrdienstes in Groß Glienicke – heiratete das Paar, welches mit den Zwillingen Kerstin und Monika (*1970; beide studierte Agrochemikerinnen) und Beate (*1971; Floristin in Wechselburg) drei Töchter und mittlerweile sieben Enkelkinder hat. Nach seiner Rückkehr von der NVA arbeitete Johannes Mäding wieder als Traktorist, machte aber parallel dazu seinen Meisterabschluss in Rochlitz und arbeitete als Brigadeleiter einer Feldbaubrigade – eine Funktion, die ihn beruflich reifen ließ und geprägt hat. Zwei Jahre später stieg er zum Produktionsleiter auf und absolvierte ein vierjähriges Fernstudium zum Agraringenieur. Er wechselte in die Pflanzenproduktion und arbeitete ein Jahr als LPG-Vorsitzender. Nach der Wende folgte eine berufliche Zäsur – anfangs als Viehpfleger in der ehemaligen LPG Döbeln mit dem Wunsch, wieder als Landwirt zu arbeiten. Auf 350 Hektar Pachtland fing er an, aus einem reinen Tierzuchtbetrieb einen normalen Landwirtschaftsbetrieb mit Rinderzucht aufzubauen. 15 Jahre war Johannes Mäding in Döbeln auf der Milchfarm tätig, arbeitete zusammen mit seiner Tochter Monika als Lehrausbilder für Landwirte und hat ihr die Firma nun ganz übergeben. Parallel hatte er sich immer schon der Pferdezucht gewidmet, engagiert sich seit Jahren im Reitverein Seelitz und arbeitet nebenbei als Kutscher. Auch die Ausbildung der Gespannpferde obliegt ihm. So oft es geht begleitet ihn seine Frau Julia. Den harmonischen Zusammenhalt der gesamten Familie erfüllt Johannes Mäding mit besonderem Stolz. „Unsere Kinder sind immer für uns da“, sagt er glücklich und wünscht sich, deren Lebenswege zusammen mit seiner Frau noch lange bei guter Gesundheit mitverfolgen zu können.