MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erwin Myschker

Alt werden wie Methusalem

Erwin Myschker

Eispavillon
17033 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 5823062
Fax: 0395 / 57065857
E-Mail: Erwin-Myschker@t-online.de

In diesem Jahr 2013 kann Erwin Myschker das 25-jährige Bestehen seines Eispavillons „Sylvia“ feiern. Am Eingang zum Kulturpark in Neubrandenburg hat er diesen, damals ein einfaches kleines Haus mit Terrasse, am 1.April 1988 eröffnet. Mit der ihm eigenen Beharrlichkeit und einer gewissen Sturheit hatte er sich die Genehmigung zur Geschäftseröffnung erstritten. Als vor einigen Jahren nach harter, aber auch erfolgreicher Arbeit ein Neubau unumgänglich wurde, musste Erwin Myschker wiederum viel Kraft und Ausdauer aufbringen. Er mag seine Stadt und die umgebende Natur, bekommt jedoch bittere Gesichtszüge, wenn er über die „Holzköpfe in der Verwaltung“ spricht. Trotzdem gelang es ihm, ein neues, attraktives Haus zu errichten und hier seinen Eispavillon neu zu eröffnen. Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Platz und bei schlechtem Wetter ein Dach für die Gäste sind Lohn für alle Mühen. Aber ein zweites Haus wird er gewiss nicht mehr bauen. Wenige Monate nach seiner Geburt im März 1957 verlassen die Eltern Polen und siedeln in die DDR über. Die Mutter regiert mit eiserner Hand die 5 Kinder, der Vater, ein gerechter Mann, arbeitet in der LPG und repariert altes Spielzeug für Kinderheime, erzählt Erwin Myschker. Er selbst beendet 1973 als mittelmäßiger Schüler die Polytechnische Oberschule, um dann die Lehre als Kellner im Hotel „Vier Tore“ mit einem guten Abschluss zu beenden. Hier arbeitet er, unterbrochen durch einen dreijährigen Wehrdienst, bis 1987 als stellvertretender Leiter des Kaminzimmers und nach einem Qualifizierungslehrgang zum Meister als Restaurantleiter. Erwin Myschker ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Denker. Er bezeichnet sich selbst als Autodidakt. So gibt es bei ihm nur Selbstgemachtes zu kaufen. Für die Rezepte war er bei den Italienern lernen und produziert nun Eis in vielen Variationen selbst, wenn auch das erste fest wie Knetmasse wurde. Auch der Kuchen kommt aus der eigenen Küche, schließlich wollte er einst Konditor werden. Gedanken über den Sinn des Lebens, das Weltgeschehen und die Menschen – „in ihren Augen erkenne ich, ob sie ehrlich sind“ - begleiten ihn bei seiner Arbeit. Glücklich ist Erwin Myschker, wenn er die Freizeit mit seiner Frau Susanne und seinem 2007 geborenen Sohn Felix verbringen kann. Ihm wird er aus seiner eigenen Kindheit erzählen, denn er hat viele Erinnerungen. Und sein größter Wunsch? Alt werden wie Methusalem.
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