MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Werner und Sylvia Müller
Der Garten und das liebe Vieh
Kraftfahrzeugschlosser
Schärerin
Altwaldenburger Str. 33
08396 Waldenburg
Beiden sind Natur, Wald, die Tiere von Jugend an vertraut. Bis heute freuen sie sich daran, im Garten alles wachsen, blühen, gedeihen zu sehen. Im Gartenverein „Ziegelei“ Waldenburg e. V., im Kleintierzüchterverein Altwaldenburg und Umgebung sind sie aktiv. Die Kaninchenzucht, früher Hermelinkaninchen und andere Rassen, heute Rasse „Sachsengold“ nimmt sie in Anspruch.
Werner Müller wurde 1957 im Waldenburg im Tal der Zwickauer Mulde geboren, wuchs mit einer älteren Schwester auf. Sein Großvater und Vater, in der alten Schäferei ansässig, vermittelten ihm die Liebe zu den Tieren, nahmen ihn mit in den Wald, schickten ihn schon früh zum Heumachen für die Hasen. Als er bereits zur Schule ging, kauften die Eltern das Grundstück, auf denen Familie Müller bis heute wohnt. Der junge Werner besuchte die Schule von 1963 bis 1973, nahm nach dem Abschluss der 10. Klasse eine Lehre als Kraftfahrzeugschlosser bei der Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) „Motorkraft“ in Glauchau auf. Im VEB Textilwerke Palla in Glauchau wurde er danach für die Pflege des Fuhrparks engagiert. Von einer Zwischenzeit, in der er seiner Grundwehrpflicht nachkam, blieb er dort bis 1985, wechselte dann zur Molkerei Waldenburg, wo er als Schlosser und Mitarbeiter im Lager gebraucht wurde. Als mit dem Ende der DDR 1990 sich auch die Produktionsstrukturen wandelten, wechselte er erst zur Molkerei in Meerane, dann zur einer Waldenburger Baufirma in den Bereich Trockenbau, ertrug auch einige Monate der Arbeitslosigkeit und fand dann als Anlagenfahrer in der Lebensmittelproduktion der Firma Freiweka e. G. Weidensdorf bis heute seine Aufgabe.
Als Sylvia Löffler kam seine spätere Frau im thüringischen Altenburg ebenfalls 1957 zur Welt. Auch ihr junges Leben wurde durch die Haustiere (Schafe, Hasen, Enten, Gänse und meist ein Schwein), das die Eltern hielten, geprägt. Nachdem sie acht Jahre die Schule in Ziegelheim besucht hatte und nach zwei weiteren Jahren in Ehrenhain die 10. Klasse beenden konnte, begann sie 1974 beim VEB Textilwerke Palla in Glauchau ihre Ausbildung als Schärerin in der Textilveredlung. Nach der Lehre arbeitete sie in drei Schichten, bis die Familiengründung (Heirat 1977) und die Geburt der beiden Söhne (Michael 1978 und Karsten 1982) neue Prioritäten setzten. Sie wechselte ins Lager, wurde aber 1990 arbeitslos. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen überbrückten nur wenig. Doch seit sie sich um die beiden Enkel kümmern darf und muss, damit Sohn und Schwiegertochter voll arbeiten können, hat sie ihre neue, ebenso wichtige Aufgabe. Und dann wartet ja noch der Garten…