MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wolfgnag Müller
Nur im Herzen soll das Feuer lodern
Maurer
Gerätewart der Feuerwehr
Friedrich-Engels-Str. 26
04758 Oschatz
Mit seiner Frau Karin ist Wolfgang Müller seit 1966 den Weg der Liebe gegangen, leider ist sie bereits 2013 zur ewigen Ruhe gebettet worden, ein für ihn schmerzlicher Verlust. Die Gemeinschaft mit den drei Kindern, zwei Töchtern (Eva Jahrgang 1967, Konstanze 1971) und dem Sohn (Ralf 1977), mit den drei Enkeln und drei Urenkeln freut ihn heute im tätigen Ruhestand.
Geboren 1944 in Pausitz (bei Riesa), wo die Mutter in ihrem Elternhaus Zuflucht in Kriegswirren gefunden hatte, wuchs Wolfgang Müller mit einem Bruder in Oschatz auf. Wie sein Großvater, dem er in jungen Jahren schon zuschauend, lernend und helfend zur Seite stand, wollte er Maurer werden. Nachdem er im Oschatzer Stadtteil Zschöllau acht Jahre die Komensky-Schule besucht hatte, begann er seine Lehre beim privaten Baugeschäft Jentzsch in Oschatz. Drei Jahre dauerte die Ausbildung, ein erstes Gesellenjahr blieb er bei der Firma. Dann wechselte er zur Baufirma Görner, hatte hier, vor allem im Reparaturbereich tätig, weitgehend selbständige Aufgaben. Ein Motorradunfall setzte eine harte Zäsur, ersparte ihm aber dann den Wehrdienst. Auch an berufliche Zukunft im Bauwesen war nicht mehr zu denken. Als er 1965 wieder arbeiten konnte, fand er bei der Produktionsgenossenschaft (PGH) des Kraftfahrzeughandwerks Anstellung als Tankwart, wurde nach wenigen Monaten als Betriebshandwerker eingesetzt und in den Wintermonaten als Heizer gebraucht. Zehn Jahre war der Mann mit den geschickten Händen geschätzter Mitarbeiter der PGH, dann fand er beim Rat des Kreises neue Aufgaben im Sachgebiet Brandschutz. Schon seit 1972 war er Mitglied der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, nun war er hauptberuflich als Gerätewart tätig, anfangs verantwortlich für den Atemschutz, dann für Großgeräte und agierte von 1984–1991 als Sektorenleiter. Von 1991 bis zum Ruhestand 2004 war er wieder für die 64 Freiwilligen Feuerwehren des Kreises und ihre Gerätschaften der Ansprechpartner im nunmehrigen Landratsamt. Das Ehrenzeichen der Kreisfeuerwehr in Bronze, Silber und Gold war auch aufgrund seiner Bereitschaft, an Einsätzen teilzunehmen, wohl verdient. Ebenso die Verdienstmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen und das Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes. Heute leitet Wolfgang Müller noch immer die Altersehrenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes Torgau-Oschatz. Ein besonderes Anliegen war ihm ebenso das Feuerwehrmuseum im nahen Schmannewitz, für dessen Aufbau und Finanzierung er wertvolle Hilfe arrangieren konnte.