MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Udo Müller
„Kälte ist ihm kein Problem“
Geschäftsführer der Müller Gastro GmbH
99734 Nordhausen
Internet: www.muellergastro.de
Schon der Geburtsort N o r d hausen scheint auf den künftigen Beruf Udo Müllers hinzuweisen, denn Kältetechnik wurde zur Passion des Thüringers, der 1957 dort geboren wurde. 1964 eingeschult, erlernte er ab 1974 den Beruf des Kälte- und Klimaanlagenmonteuers im VEB Kältetechnik in Niedersachswerfen. Seinen eigentlichen Wunsch, Elektrotechnik oder Informatik zu studieren, konnte er nicht umsetzen, da er nicht bereit war, länger als für den Grundwehrdienst bei der NVA zu dienen. Die 18 Monate Armeezeit absolvierte er in Halle/S. und arbeitete dann fünf Jahre als Kundendienstmonteur für Eismaschinen. Beharrlich blieb er bei seinem Plan zu studieren und nutzte die Zeit für ein Fernstudium auf dem Gebiet des Maschinenbaus an der Ingenieurschule in Schmalkalden. Dieses schloss er als Dipl.- Ing. (FH) erfolgreich ab. Der Abschluss wurde nach der Wende auch anerkannt. Anschließend konnte er mehrere Jahre als Kundendienst-Ingenieur arbeiten und war schließlich als Abteilungsleiter für den Kundendienst im In- und Ausland zuständig. Mit seinen Erfahrungen ging er nach der Wiedervereinigung zu einer Marktführenden Firma in Kassel, die auch Eismaschinen vertrieb und betreute zunächst als Angestellter im Außendienst das Gebiet Nordthüringen. 1991 gründete er eine eigene Firma, den Gastroservice Müller, mit der er die Maschinen aufstellte und wartete. 1992 hatte er sich soweit selbständig gemacht, dass er zu einer GmbH umfirmieren konnte, für die er ein Grundstück in Nordhausen kaufte, dort die alten Gebäude abriss und schließlich 1993 die neuen Geschäftsräume bezog. 1994 konnte er seinen Aufgabenbereich nochmals erweitern, indem der im gleichen Objekt ein Küchenstudio eröffnete.
Er ist stolz, dass er mittlerweile zehn Mitarbeiter hat und seit Firmengründung regelmäßig Lehrlinge ausbildet. Sein Motto „Geht nicht – gibt’s nicht“ versucht er mit Ausdauer und Beharrlichkeit im Interesse der Kunden, vor allem Großküchen und gastronomische Einrichtungen, umzusetzen. Vorbilder sind ihm dabei sein Vater und sein ehemaliger Chef Herr Bökert.
An anderen Menschen schätzt er besonders ihre Ehrlichkeit. Wenn ihn jemand mit unlauteren Mitteln an der Umsetzung seiner Ziele hindern will, ärgert ihn das sehr. Deshalb ist er besonders dankbar für die Unterstützung seiner Frau Petra, einer Kindergärtnerin mit Leib und Seele, mit der er seit 1979 verheiratet ist. Er freut sich über zwei Enkelkinder und träumt davon, noch einmal auf große Reise zu gehen, nämlich nach Indien und Australien.