MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Dr. Klaus-Dieter Müller

Stätten der Erinnerung ...

Klaus-Dieter Müller
Amtierender Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Dülferstraße 1
01069 Dresden

... zu bewahren und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der gemeinsamen Vergangenheit, die oft unfassbares Leid für viele Menschen brachte, zu leisten, ist die Intention des gebürtigen Niedersachsen. Dank seines Engagements verfügt der Freistaat inzwischen über ein großes Netz an beeindruckenden Gedenkstätten, die vielen Besuchern ein detailreiches Bild der Auswüchse totalitären Herrschaftsgebarens vor Augen führen können. Dr. Klaus-Dieter Müller wurde 1955 in Stadthagen geboren. Nach dem Abitur absolvierte er von 1976 bis 1981 ein Studium für das höhere Lehramt an Gymnasien für Deutsch, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Hannover. Es folgte das Referendariat, das 2. Staatsexamen und 1988 der Promotionsabschluss zum Dr. phil. mit einer Arbeit zur sowjetischen Entwicklungshilfe in Indien. Zu entsprechenden Kenntnissen kam er durch einen halbjährigen Moskau-Aufenthalt, wo er als einziger Student am dortigen Orient-Institut der Akademie der Wissenschaften tätig war. Bis 1994 arbeitete Dr. Müller als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar seiner Universität. Dann baute er als Bereichsleiter am Dresdener Hannah-Arendt-Institut den Bereich Widerstandsforschung auf. Seit 1999 für die Stiftung Sächsische Gedenkstätten tätig, ist er seit März 2008 deren amtierender Geschäftsführer und leitet in einer Reihe von Arbeitsstellen und Gedenkstätten auch viele Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer, die den reibungslosen Betrieb ermöglichen. Parallel betreut der promovierte Wissenschaftler seit 1999 das Projekt „Sowjetische Kriegsgefangene“ im Auftrag der Bundesregierung und ist der Ansprechpartner der Bundesrepublik für Fragen in Bezug auf das russische Rehabilitationsgesetz. Durch diese Projekte bekam Dr. Müller die unterschiedlichen Sichtweisen auf den Zweiten Weltkrieg und seine Auswirkungen lebendig geschildert und wurde damit zum gesuchten Spezialisten bei der Aufarbeitung von Einzelschicksalen. Viele Dankesbriefe und Ehrungen symbolisieren die Wertschätzung, die seiner loyalen Tätigkeit von privater und staatlicher Ebene gezollt wird. Auf staatlicher Ebene wurde er am 20.03.2009 durch den russischen Präsidenten Medwedew als erster deutscher Bürger mit dem höchsten Orden, den die Russische Föderation an Ausländer verleiht, ausgezeichnet (Orden der Freundschaft). In ehrenamtlicher Tätigkeit engagiert er sich unter anderem im Gedenkstättenbereich des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Sachsen. Der Geschäftsführer ist seit 1985 mit Ehefrau Inge verheiratet und Vater von zwei Töchtern und drei Söhnen. In seiner sehr knappen Freizeit erholt er sich vor allem bei Gartenarbeit in seinem Haus in Radebeul-Naundorf.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz