MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Reiner Müller

Geistig und körperlich fit – Wunsch und Realität

Reiner Müller

Elektronikhandel / Service Bergstr. 5 04758 Oschatz Internet: www-mueller-oschatz.de

Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde er geboren (01.09.1939) mit Ende kam er in die Schule, seinen Vater verlor er durch diesen Krieg. Er lernte von 1953-1956 Rundfunkmechaniker und erlebte, wie der erste Fernseher „Leningrad“ mit der kleinen schwarz-weißen Bildröhre und einer Bildgröße von 13,5 x 18 cm auf dem Ladentisch stand. Abenteuerlust ließen ihn, zusammen mit einem Freund, in den Westen Deutschlands gehen. Der Mutter fehlte der Sohn, sie schrieb ihm, auch in der DDR habe sich das Leben verbessert, er solle doch zurückkehren. Er kam, wollte kurz bleiben, doch durch den Mauerbau war es ihm nicht mehr möglich die DDR wieder zu verlassen. Er arbeitete wieder in seinem Lehrbetrieb. Der Verdienst 325,00 DDR-Mark war nicht dazu angetan die junge Familie gut zu versorgen, die er durch Heirat mit seiner heutigen Frau Renate begründet hatte. So wechselte Reiner Müller in den VEB Wagenbau Oschatz, wurde dort in der Elektronikabteilung eingesetzt. Er blieb fast sein ganzes Arbeitsleben in der Wagenfabrik, war in ganz Europa für den Betrieb als Service-Mitarbeiter unterwegs. 2001 ging er für ein Jahr in die Arbeitslosigkeit und ist seit 2002 Altersrentner. Renate Müller, am 19.03.1943 geboren, erlernte nach der 10. Klasse den Beruf einer Kindergärtnerin und war im Kreis Oschatz in verschiedenen Kindergärten eingesetzt, leitete diese Einrichtungen zum Teil. Nach der Wende absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin, weil ihr erlernter Beruf – trotz der langjährigen Praxiserfahrung – nicht anerkannt war im neuen System. Die frühere Arbeit als Fachberater und Kreisreferentin für Vorschulerziehung galten sowieso als suspekt, war man doch in dieser Aufgabe dem ehemaligen Rat des Kreises unterstellt gewesen. So führte dieser Umstand auch dazu, dass Renate Müller nach der Wende nicht mehr als Leiterin einer Einrichtung eingesetzt wurde, obwohl sie auf Grund ihrer fachlichen Qualifikation ursprünglich dafür vorgesehen war. 2006 ging auch sie in die Rente. Mit dem Eintritt in den Ruhestand widmete sich Reiner Müller wieder seinem Hobby, dem Erfinden und Bauen von Geschicklichkeitsspielen, welche zu einer Sammlung führte, die einmalig ist (www.mueller-oschatz.de). Diese mussten Unterstellmöglichkeiten finden, wenn „Müller sportliche Geschicklichkeitsgeräte für die ganze Familie“ für Volks- und Vereinsfeste bestellt wurden. So kam es zum Kauf eines ersten Zeltes, nicht wissend, dass sich daraus mal ein eigener Bereich – der heutige Zeltverleih – entwickeln würde. Das Internet, die Gelben Seiten und die Mund-zu-Mund-Propaganda sorgen für die Kundschaft. Die Aufträge für sinn- und freudvolle Tätigkeit schaffen die Familie Müller gemeinsam. Parallel zu den Geräten baut Reiner Müller digitale Stoppuhren mit Großsichtanzeigen für Seifenkistenrennen und Wasserrutschen in Bädern. Weihnachten in Familie ist Tradition bei den Müllers. Die Söhne Heiko und Frank mit Familien gern gesehene Gäste.
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