MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. em. Dr. sc. Günther Müller

Die Gaben schöner Kunst

Günther Müller
Professor für Musikwissenschaft, Generalmusikdirektor, Chordirektor

08371 Glauchau

1990 wurde er Schumann-Preisträger der Stadt Zwickau, erhielt zwei Mal den Kunstpreis des Bezirkes Karl-Marx-Stadt, 2007 die Ehrenmedaille der Gr. Kreisstadt Glauchau, und als Ehrenkünstler des Stadttheaters durfte er die große Würdigung seiner Leistungen entgegennehmen. 20 Referate auf nationalen wie internationalen Konferenzen waren begleitet von weit über 50 Publikationen. Sein Herz schlägt für die Musik, und berührende Dirigate führten u. a. vom Kulturpalast Dresden bis in die Opernhäuser von Dessau und Chemnitz. Kraftvoll dirigierte Prof. Günther Müller, geboren am 19.01.1925 in Gersdorf, im Dvorak-Saal Prag, im Salzburger Dom, im Rossini-Theater Pesaro, im Amphie-Theater von Venedig, im Konzerthaus Wien sowie in Innsbruck und Karlovy Vary. Seit 1953 eng mit seiner Stadt Glauchau verbunden, schwang er gleichen Jahres erstmalig im Stadttheater energiegeladen den Taktstock, avancierte ein Jahr später zum Städtischen Chordirektor mit Theater-Orchester, das später verlegt wurde. So holte man Orchester aus anderen Städten, und der von Musik vibrierende Impresario dirigierte alle. 1950 legte Herr Müller die 2. Lehrerprüfung ab, besuchte zum Sonderstudium die Martin-Luther-Universität und erhielt 1954 seine Lehrbefähigung Klasse 12 Musik. 1964 folgte die Promotion, 1971 die Habilitation. Eine erste Etappe als Musiklehrer an der EOS Glauchau lag hinter ihm, bevor Dr. Müller 1966 als Hochschullehrer an die Pädagogische Hochschule Zwickau wechselte, von 1970 bis 1988 als Professor für Musikwissenschaften dem Nachwuchs das nötige Handwerkszeug mit auf den Weg gab und zeitgleich als Leiter der Schumannforschung in Zwickau dem Künstler Ehren erwies. 1988 emeritiert, nutzte der Professor die Zeit, um sich noch intensiver künstlerischem Schaffen zu verschreiben. Auch in Vorbereitung auf die 750-Jahr-Feier der Stadt Glauchau gründete er 1989 seinen Georgius-Agricola-Chor. 2009 ist der Begründer nebst allen Mitgliedern sehr stolz auf 20-jähriges Bestehen, das mit Festkonzert, Matinee und traditionellem Weihnachtskonzert im Stadttheater Glauchau wie immer für Furore sorgen und die Zuhörer bekanntermaßen in Bann ziehen wird. Ebenso rief er die Chortreffen der Chöre der Volkssolidarität ins Leben und vereinte 80 Chöre mit 2500 Sängern zu epochalem Spektakel. Seine Tätigkeit als Generalmusikdirektor berührte persönlich am meisten, und mit Hingabe bemüht der Schaffensreiche gern Worte aus Beethovens Chorfantasie: „… nehmt denn hin, ihr lieben Freunde, froh die Gaben schöner Kunst …“
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