MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Eva und Heinz Müller
Gemeinsamkeit über mehr als fünfzig Jahre
Kraftfahrzeugschlosser
Facharbeiterin für Druck und Papier
Zeunitz 15
04668 Grimma OT Zeunitz
Fon: 03437 / 913535
In der kleinen Gemeinde Zeunitz (heute Grimmaer Ortsteil), wo er immer noch in seinem Geburtshaus wohnt, kam Heinz Müller 1939 zur Welt. Mit einem großen Bruder wuchs er auf, hütete in jungen Jahren die Kühe beim benachbarten Bauern, besuchte 1945–1953 die Schule im 2 km entfernten Leipnitz. Ein Jahr arbeitete er danach beim Bauern. Dann konnte er bei der privaten Firma Emil Schneider & Sohn in Grimma seinen Wunschberuf als Kraftfahrzeugschlosser erlernen. Viele Typen von Motorrädern und Autos lernte er in jenen drei Jahren kennen. Nur gab es nach der Ausbildung als Schlosser im Steinbruch mehr Geld, hier lernte er nun auch die Technik der Bagger kennen. 1958–1960 wurde er nach Grundausbildung in Buchenwald (bei Weimar) im Transportbataillon der Armee in Cottbus eingesetzt. Zurück im Zivilleben arbeitete er in der Grimmaer Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) wieder sieben Jahre im erlernten Beruf. Danach wechselte er zur Stadtwirtschaft Grimma als Schlosser, wurde aber bald als Kraftfahrer eingesetzt. 1970 wurde bei Grimma eine Deponie eröffnet, dort wirkte Heinz Müller von der Eröffnung bis 1997, machte Lehrgänge als Bagger- und Raupenfahrer.
Als Eva Faulwetter wurde seine Frau (Heirat 1962) in Grimma 1944 als älteste von acht Geschwistern geboren. Bei den Großeltern an der Mulde wuchs sie auf, erlebte das Hochwasser von 1953 mit. Nach achtjährigem Schulbesuch lernte sie in der Papierfabrik, schloss als Facharbeiterin ab. Nach der Geburt der Tochter Petra (1963) und des Sohnes Steffen (1965) konnte sie mit Heimarbeit zum Familieneinkommen beitragen. Im Leipnitzer Kinderheim fand sie wieder feste Anstellung als technische Kraft zwischen Speisesaal und Besenkammer. Ab 1980 konnte sie bei der Gemeindeverwaltung von Zeunitz neue Aufgaben im Bereich Werterhaltung übernehmen. Als die Verwaltung nach 1990 umstrukturiert wurde, arbeitete sie für eine Firma für Hoch- und Tiefbau und in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Gemeinde bis zum Vorruhestand.
Zu den beiden Kindern kamen inzwischen drei Enkel und die ersten Urenkel in die Familie. Heute haben Eva und Heinz Müller ihre Freude an Gartenarbeit und an der Hündin Ronja. Eine Ehrenurkunde würdigt dreißig Jahre Mitgliedschaft beim Deutschen Roten Kreuz.