MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz Müller

Erfülltes Berufsleben im Wunschberuf

Heinz Müller

Ingenieur für Landtechnik
Schleizer Str.44
07806 Neustadt an der Orla
OT Moderwitz
Fon: 036481 / 23121

Heinz Müller wurde kurz vor Ende des 2. Weltkrieges in Langendembach (bei Pößneck) geboren. In seinem Heimatort besuchte er die Schule bis zur 8. Klasse und sollte dann eigentlich auf Drängen der Familie Fleischer werden, aber es fand sich keine Lehrstelle. Seine Leidenschaft schlug jedoch für die Kfz- Technik, dort hatte er Glück und konnte eine dreijährige Berufsausbildung zum Kfz- Schlosser bei der PGH Kraftfahrzeuginstandhaltung in Pößneck absolvieren. Anschließend wurde Heinz Müller übernommen und arbeitete hier bis Mai 1965. Dann folgte der obligatorische Wehrdienst bei der NVA, den er als Transportfahrer überstand. Danach folgten Tätigkeiten als Kfz- Mechaniker im Döbritzer Hartsteinwerk sowie als Baggerfahrer in der BHG Neustadt an der Orla. In jenen Jahren war es für ihn wichtig dort zu arbeiten, wo der Verdienst besser war. Nach der Hochzeit mit Ehefrau Christine, zog er nach Moderwitz und nahm nun eine Arbeit - wieder als Kfz- Schlosser - in der Instandhaltungsabteilung der ortsansässigen LPG auf. In den Folgejahren qualifizierte sich Heinz Müller hier berufsbegleitend zum Meister sowie folgend zum Ingenieur für Landtechnik. Daneben kam auch zunehmend die Idee einer Selbständigkeit auf, zumal er bereits seit Jahren in seiner Freizeit u. a. alte Traktoren reparierte und Wartburg- Motore regenerierte. Als Ende der Siebziger ein Ministerratsbeschluss der DDR die Selbständigkeit auf dem Dienstleistungssektor ermöglichte, um den Bedarf der Bevölkerung auf besser befriedigen zu können, nutzte Heinz Müller die Chance und eröffnete mit „Autoservice Heinz Müller“ im Februar 1980 sein Einmannunternehmen. Die Errichtung der Werkstatt erfolgte auf dem Familiengrundstück, einem ehemaligen Bauerngehöft. Zu DDR- Zeiten wurden durch ihn v. a. Reparaturen am Trabant überwiegend für Privatleute vorgenommen. Als Problem erwies sich damals, entsprechende Reparaturausrüstungen und insbesondere ausreichend Ersatzteile zu bekommen. Die Wartezeit für Reparaturen lag in der Regel bei ca. acht Wochen. Nach der Wende änderte sich das Bild komplett. Zunächst erfolgten überwiegend Reparaturarbeiten an alten „Westautos“, die unmittelbar nach Grenzöffnung den Markt überschwemmten. „Viele trennte dann meist recht schnell der TÜV von seinem Besitzer“, sagt er. Dann wurde Heinz Müller Kooperationspartner für Lada und Multicar, später auch für Kia. Natürlich musste er ebenso in neue Reparaturtechnik investieren sowie Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen in der Werkstatt vornehmen. Erstmals stellte er nun auch einen weiteren Kfz- Monteur in seinem Betrieb ein. Darüber kam der Verkauf von Neuwagen der Marken Lada und Kia hinzu. Bis 2008 war „Autoservice Heinz Müller“ am Markt. Dann schloss er offiziell seinen Handwerksbetrieb, da ein Nachfolger in der Familie nicht vorhanden war und ging in den Ruhestand. Bis heute kann er jedoch von Autos nicht lassen, repariert nebenberuflich gelegentlich noch auf Anfrage. Heinz Müller ist seit 1970 mit seiner Ehefrau Christine glücklich verheiratet. Sie ist Ingenieurökonomin und hat früher in der Buchhaltung der LPG gearbeitet. Mit ihrem Wissen hat sie ihrem Mann in seiner Firma bei den Büroarbeiten geholfen. Beide haben drei Töchter, auf die sie sehr stolz sind und die erfolgreich im Berufsleben stehen. Inzwischen gehören auch zwei Enkelkinder zur Familie. Noch ein paar Jahre gesund bleiben, dass ist sein größter Wunsch.
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