MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gisela Munsky
Sachsen lieben Blumen
Gärtnerin
Str. der Einheit 34
04758 Oschatz
Immer noch ist Gisela Munsky im Garten aktiv, nun mehr im privaten Anwesen. Ihre Alpenveilchen, ihre Orchideen sind ihr größter Schatz. Gelegentlich hat sie in den vergangenen Jahren auch anderen den Garten gepflegt, ihre Ausbildung hat sie zur geschätzten Fachkraft gemacht, ihre Liebe galt allem Blühenden und Gedeihenden.
Geboren wurde Gisela Munsky in die Familie Kühne 1949 im Oschatzer Ortsteil Kleinforst. Ihre Mutter arbeitete als Verkäuferin, der Vater beherrschte das Tischlerhandwerk. Zwei jüngere Geschwister prägten dazu ihr harmonisches Familienleben. Im angrenzenden Altoschatz ging die junge Gisela zur Schule (1955/63). Nach dem Abschluss der 8. Klasse absolvierte sie in dreijähriger Ausbildung eine Lehre als Gärtnerin im Gemüse- und Zierpflanzenbau bei der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Altoschatz. In jenen Jahren schon wuchsen ihr besonders die Alpenveilchen und Freesien ans Herz. Aber auch die Baumschule, die Gewächshäuser für die langstieligen Rosen und der Anbau von Gurken wurden vertrautes Arbeitsfeld. Die junge Gärtnerin verstand sich immer gut mit den Kolleginnen und Kollegen und blieb bis 1981 Mitglied eines Kollektivs, das für seine Arbeit stets geehrt wurde. Dann setzten Heirat (1981) und Geburt des Sohnes Daniel (1982) wichtige Zäsuren. Mit ihrem Mann Horst, Berufskraftfahrer, zog sie erst in dessen Heimatort Methau, dann, als sie wieder in Oschatz wohnten, begann sie in Teilzeit als Reinigungskraft im Lonnewitzer Objekt der Nationalen Volksarmee (NVA). Nach rund vier Jahren, Daniel war inzwischen Schulkind, kehrte sie zur LPG zurück, wurde nun vorwiegend im Feldbau eingesetzt. Rübenverziehen, Steine auflesen, sie drückte sich vor keiner anstrengenden Arbeit. Mit dem Ende der DDR 1990 kam im folgenden Jahr die Auflösung vieler genossenschaftlicher Strukturen in der Landwirtschaft, auch ihre LPG wurde abgewickelt, nun wechselten Zeiten von Arbeitslosigkeit mit Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung (ABM). Gisela Munsky fand dabei mehrmals vor allem in Kindergärten befriedigende, aber eben jeweils befristete Aufgaben. Ihre Liebe zum Garten, zu den Blumen blieb und übertrug sich auf Sohn Daniel, der heute als Landschaftsgärtner tätig ist.