MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Adolf und Inge Müller

Treue ist wichtig

Adolf und Inge Müller

Ingenieur-Pädagoge und Lehrmeister Lehrerin für Mathematik und Physik Rentner Neustrelitzer Straße 3 18109 Rostock

Wie verbrachte eine Familie mit 5 Kindern ihren Urlaub? In FDGB-Heimen? Ja auch, aber Familie Müller entschied sich ab 1972 für Camping. Ungebundenes Leben in der Natur, die Kinder konnten sich austoben. Das hat ihr weiteres Leben bestimmt. Adolf Müller, 1938 im Sudetenland geboren, kam mit seiner Familie während der Flucht nach Klink an der Müritz. Seine künftige Frau Inge drückte dort mit ihm gemeinsam die Schulbank. Die Schule beendete er 1955 in Penzlin und bewarb sich als Schweißer- Lehrling in der Warnow- Werft in Warnemünde/Rostock. Adolf Müller ging als Facharbeiter zum Institut für Schiffbau und qualifizierte sich zum Lehrschweißer und Schweißmeister. 1967 wechselte er zum DMR(Dieselmotorenwerk Rostock) und erwarb im Abendstudium seinen Abschluss als Ingenieur-Pädagoge. Bis zur Rente war er dort als Lehrmeister tätig. Die Familie lebt seit 1959 in der Hansestadt und fühlt sich sehr wohl. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus. Das Paar hat inzwischen 11 Enkel und 4 Urenkel. Am liebsten verbringen sie ihre Freizeit möglichst ungebunden in der Natur. In Rostock nutzen sie dafür einen Garten und verwer ten alle Früchte liebevoll mit alten und neuen Rezepten. Am liebsten ist das Ehepaar Müller aber auf Entdeckungsreise. Zunächst baute Adolf Müller einen Anhänger für den Trabi, um den Camping-Bedarf zu verstauen. 1992 kaufte sich die Familie ein Camp-Tourist CT6 zum Ausklappen und 1998 leistete sie sich ein Detleffs-Wohnmobil. Das steht brav auf dem Parkplatz vor der Gartenanlage. Wenn das Ehepaar Lust auf Reisen hat, egal ob längere oder kürzere, fahren sie los. Ihre Schlafstatt und den Haushalt haben sie immer bei sich. Die ersten Reisen ab 1991 führten sie nach Österreich, später nach Frankreich und in alle anderen westeuropäischen Länder. Ihre Liebe zu Norwegen entdeckten sie 1994. Eigentlich wollten sie nur ein bisschen das Land durchstreifen. Eine Bekanntschaft riet ihnen, unbedingt das Nordkap zu besuchen, obwohl es gerade regnete. Doch schon auf der Fähre kam die Sonne heraus und blieb die ganze Nacht. Sie erlebten am Kap das Wunder der Mitternachts-Sonne, was auf späteren Reisen nie mehr glückte! Unvergesslich wird der Familie das Weihnachtsfest 1998 im Blockhaus norwegischer Freunde mit hüfthohem Schnee bleiben! Trotz der großen Liebe zu diesem Land, kehren sie immer wieder treu nach Rostock zurück und freuen sich auf Treffen mit der Familie und Freunden.
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