MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Fritz Motz

Im Ruhestand noch engagiert

Fritz Motz

nd Christine Milde
Maler
Jägerstr. 7
99330 Frankenhain

1949 kam Fritz Motz in Wendehausen (südliches Eichsfeld) zur Welt. Nur lag dieser Ort im Grenzgebiet der DDR zur Bundesrepublik. So erlebte die Familie, dass sie 1953 nach Görmar umgesiedelt wurde, weshalb die Einschulung des jungen Fritz in der benachbarten Kreisstadt Mühlhausen erfolgte. 1956 durften sie nach Wendehausen zurück, aber 1961, das Grenzregime wurde nach dem Mauerbau im August verschärft, hieß es erneut Zwangsabschied nehmen. In Greußen (Kyffhäuserkreis) konnte Fritz Motz die Schule mit der 8. Klasse abschließen, wurde dann von einem privaten Meister in dreijähriger Lehre als Maler ausgebildet. Danach arbeitete er für rund zehn Jahre in der örtlichen Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH), die ihn vielfach auf Montage bis nach Berlin schickte. Des Reisens satt, entschied sich Fritz Motz als Betriebshandwerker zur Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) zu wechseln. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau ging er nach Sömmerda, wo er für die Konsumgenossenschaft bei der Instandhaltung und Renovierung der Verkaufsstellen und Gaststätten im Einsatz war. Als mit dem Ende der DDR die Strukturen im Handel im Umbruch waren, fand er beim Malermeister Horst Lapp seine langjährigen Aufgaben (bald schon als Vorarbeiter und in der Lehrausbildung), die ihn auch beschäftigten, als dessen Sohn die Firma übernahm und 2002 in Ichtershausen bei Erfurt ansiedelte. Bis zum Ruhestand 2013 war Fritz Motz als Maler tätig, auch wenn sich das Einsatzgebiet inzwischen auf Außenputz und Fußbodenverlegung erweitert hatte. Die Firma agierte deutschlandweit, war aber auch in der Schweiz, in Belgien und Luxemburg gefragt, so dass Fritz Motz wieder vielfach unterwegs war, sich erst in den letzten Berufsjahren auf die regionale Umgebung beschränkte. 1995 hatte er seine zweite Frau geheiratet, war deshalb nach Bad Frankenhausen gezogen, doch schwere Krankheit machte ihn nach zwei Jahren schon zum Witwer. Seine heutige Lebensgefährtin Christine Milde (Unterstufenpädagogin und hauptsächlich als Horterzieherin ihr ganzes Arbeitsleben lang tätig), ebenfalls verwitwet, führte ihn Ende der 90er Jahre nach Gräfenroda. Doch das Haus ihres Sohnes im benachbarten Frankenhain stand bald leer, so dass beide heute dort ein geruhsames Leben verbringen können. Das so geruhsam nicht ist, denn der Kleingarten in Gräfenroda wird weiter bewirtschaftet und auf Fritz Motz wartete bald der Vorsitz der dortigen Kleingartenanlage „Am Schwimmbad“. Zudem engagiert er sich im Vorstand des Kreisverbandes der Kleingärtner Arnstadt-Ilmenau e. V. Beide Partner qualifizieren sich derzeit im Bereich Wertermittlung von Kleingärten. Auch Angelverein und Skiverein schätzen seine Mitgliedschaft. Seine zwei Söhne, ihr Sohn erweiterten den Familienkreis um acht Enkelkinder.
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