MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Prof. Dr. Rolf Montag
Praktische Ökonomie
Professor für Ökonomie / Rentner
La Rochelle-Str. 78
13127 Berlin
Fon: 030 / 47557160
Wie Hans Bötticher, genannt Joachim Ringelnatz, stammt Rolf Montag aus der sächsischen Kleinstadt Wurzen. Hier wird er am 28. November 1929 geboren, besucht die "Höhere Handelsschule" und legt dort das Abitur ab. Seine spätere Ehefrau Evamarie, sie heiraten 1952, besucht wie er in derselben Schule die gleiche Klasse. Ab 1948 beginnt er ein Studium an der Universität in Leipzig im Fachbereich Betriebswirtschaft/Industrieökonomie. Danach arbeitete er am dortigen Institut für Industrieökonomik und, nach seiner Promotion 1954, bis 1962 als Dozent. Im Jahr 1963 wurde er in die Staatliche Plankommission berufen, als Abteilungsleiter für das Gebiet Lebensmittelindustrie. Dort beschäftigt er sich unter anderem mit der Ausarbeitung des "Kühlhausprogramms" sowie des "Fischprogramms", die der besseren Versorgung der Bevölkerung dienen sollten. Ab 1966, als Leiter der Abteilung Lebensstandard, ist er an der späteren Arbeit zu Prognosen auf diesem Gebiet und ihrer Beziehung zur Soziologie beteiligt. Von 1972-1990 betrieb er, als stellvertretender Leiter des ökonomischen Forschungsinstituts der Staatlichen Plankommission, auf dem gleichen Gebiet Forschungsarbeit, die er mit Engagement und Durchsetzungsvermögen praxisnah zu gestalten versuchte. Für seine Leistungen erhielt Dr. Rolf Montag den Orden „Banner der Arbeit“. 1978 von der Universität Halle als Professor berufen, beschäftigt er sich in den folgenden Jahren aus wissenschaftlicher Sicht weiterhin mit den Problemen der Differenzierung des Lebensstandards in der Bevölkerung, unter Berücksichtigung soziologischer und demografischer Faktoren. Daraus leitete sich eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Institutionen an der Akademie der Wissenschaften der DDR ab. Die kritische Sicht auf seine frühere Tätogkeit fand 1991 in der Publikation "Schlussbilanz-DDR, Fazir einer verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitik" Ausdruck, zu deren Autorenkollektiv er gehörte. Auch heute sieht er viele Dinge des Alltags und der aktuellen Politik durch die Brille Ökonomen und wägt sie dabei unter dem Aspekt des Bezahlbaren ab. Seit 1991 engagiert er sich ehrenamtlich als Mitglied des Landesvorstandes des Bundes der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen (BRH) Berlin und Vorsitzender einer der größten Gruppen dieser Organisation für die Interessen und Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Mit großem Interesse verfolgt er die Entwicklungen in der Gesellschaft. Viel Zeit verbringt er mit dem Lesen. Lion Feuchtwanger und die moderne Literatur werden von ihm favorisiert, aber auch Sachbücher und Bücher über die Weltgeschichte gehören zur Lieblingslektüre. Reisen, gemeinsam mit der Ehefrau, führten sie zum Beispiel nach Bulgarien und Mittelasien, später nach Kreta, Italien und ins Rhonetal. Und natürlich fotografiert er das Gesehene. Am Computer widmet er sich u. a. der Familiengeschichte. Hierzu zählen Sohn und Tochter, die 1956 und 1961 geboren wurden. Engen Kontakt hält er mit seinen vier Enkeln, von denen zwei schon ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Überhaupt ist er gern im Kreis der Familie, auf die er sehr stolz ist.