MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. Wolfgang Mosch

Unter Hochspannung

Wolfgang Mosch
Professor für Elektrotechnik (Hochspannungstechnik)

Münchner Platz 5
01187 Dresden

Allein durch seine Ausbildung stand Professor Mosch über ein langes Berufsleben nicht selten unter Hochspannung. Er kann gut zuhören, arbeitete gern im Team und stellte sein Können der Wissenschaft und seinen Studenten zur Verfügung. 1928 in Leipzig geboren, erzog ihn die Mutter allein. Vater verstarb noch vor seiner Geburt. Bis 1942 besuchte Wolfgang Mosch die Volksschule und ergriff bei AEG in Berlin eine Ausbildung zum Elektromechaniker. Nachdem der Arbeitsdienst überstanden war, arbeitete er bei Siemens in Leipzig, nutzte die Vorschule fürs Studium, um sein Abitur abzulegen und begann 1948 an der Technischen Hochschule Dresden sein Studium der Elektrotechnik. Spezialisiert auf Starkstrom, legte Wolfgang Mosch 1952 das Diplom ab, wurde Assistent im Bereich Hochspannungstechnik und promovierte 1958 zum Dr.-Ing. Von 1960/68 avancierte er im Transformatoren- und Röntgenwerk Dresden – ein Standort, der von Hochspannungstechnik enorm geprägt war – zum Technischen Direktor und erinnert sich aufgrund überaus vielschichtiger Tätigkeit gern dieser Jahre. 1968 habilitierte sich Dr. Mosch, wurde als ordentlicher Professor mit Lehrstuhl im Wissenschaftsbereich Hochspannungstechnik der Sektion Elektrotechnik an die Technische Universität Dresden berufen. Er betreute zahlreiche Diplomanden und nahm an noch mehr Konferenzen teil. Allein die Konferenz von 1991 in Dresden begrüßte 750 hochkarätige Teilnehmer aus aller Herren Länder, u. a. aus China, Japan, Syrien sowie der UdSSR. Professor Mosch erlangte während seines Schaffens große nationale wie internationale Anerkennung, fungierte 4 Jahre als Prorektor der TU Dresden, später als Dekan der Fakultät Elektrotechnik und begleitete circa 1.000 Promotionen und Habilitationen, bevor er 1992 aus der Universität ausschied. Seit 1978 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften, wurde Ehrendoktor des Moskauer Energetischen Institutes und betätigte sich als Tutor mehrerer Bücher und Veröffentlichungen, die international, u. a. in Russland, Indien, China, Großbritannien und Ungarn, vertrieben wurden. Privat beschäftigt er sich mit baltischer Geschichte und Ahnenforschung – die Familie seine Frau, in Wendezeiten verstorben – stammte von dort. Heute teilt er sein Leben mit Partnerin Regina, Kindern, Enkeln und Urenkeln und steht wie eh und je noch immer unter Hochspannung.
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