MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr. Jürgen Moltmann

Als einer der aufregendsten und angesehensten Theologen …

Jürgen Moltmann

72070 Tübingen

... der Welt gilt Prof. Dr. Jürgen Moltmann seit dem Erscheinen seines Buches „Die Theologie der Hoffnung“ im Jahre 1964. Es folgten weitere Titel, die in die führenden Weltsprachen übersetzt wurden. Für sein 1995 erschienenes Buch „Das Kommen Gottes. Christliche Eschatologie“ erhielt er den Grawemeyer Award in Religion in Louisville, Kentucky. Geboren wurde Jürgen Moltmann 1926 in Hamburg. Er studierte evangelische Theologie als Kriegsgefangener in England und danach in Göttingen. 1952 promovierte er zum Dr. theol. und arbeitete danach sechs Jahre als Dorf- und Studentenpfarrer in Bremen. Nach seiner Habilitation in Göttingen und Professuren in Wuppertal und Bonn wurde er 1967 auf Vorschlag von Ernst Käsemann als Professor für Systematische Theologie an die Universität Tübingen berufen und hat hier bis zu seiner Emeritierung 1994 gewirkt. Den Übergang in den Ruhestand hat er nicht bemerkt, sagt er, die Pflicht hörte auf, die Kür ging weiter mit Reisen und Vorträgen. Und er ist dankbar dafür, alles so miterleben zu können. 1974 hatte er die Möglichkeit in die USA zu gehen, ist aber in Tübingen geblieben. Doch in zwei Ländern ist er „hängen geblieben“. Seit 1975 hat er unter anderem acht koreanische Professoren in Tübingen ausgebildet und 1990 in Nicaragua die erste evangelische Universität in Mittelamerika mitbegründet. Er wirkte an der deutsch-polnischen Verständigung mit, nahm am christlich-marxistischen Dialog und am christlich-jüdischen Dialog teil und daneben an zahlreichen ökumenischen Konferenzen. Neun Jahre war er Mitherausgeber der Deutsch-Polnischen Hefte, nach dem Tod von Ernst Wolf wurde er Herausgeber der Zeitschrift Evangelische Theologie. 14 Jahre war er Vorsitzender der Gesellschaft für Evangelische Theologie und gehörte bis 1994 zum Direktorium der Zeitschrift Concilium. Für sein Wirken wurde er unter anderem von dreizehn Universitäten mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet, 1971 erhielt er den italienischen Literaturpreis der Insel Elba, 1992 die Amos-Comenius-Medaille und 1995 den Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen. Seit 1952 ist Prof. Dr. Jürgen Moltmann mit Dr. theol. Elisabeth Moltmann-Wendel verheiratet, sie haben vier Töchter. Auf seine Frau und seine Familie ist er besonders stolz. In Tübingen fühlt er sich gut aufgehoben. Er liest sehr gern, geht viel spazieren, und setzt sich mit neuen Gedanken in Theologie und Naturwissenschaften auseinander.
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