MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Reinhard Milowsky

Stärke, Konsequenz und Leidenschaften

Reinhard Milowsky

Dipl.-Ing. und Hobbyfotograf i. R.
06667 Weißenfels

Seine Lebensmaxime ist charakteristisch und verdeutlicht sich in einem markanten Satz: „Alles ist leicht, wenn man stark ist.“ Und diese Stärke verteilte er zu gleichen Teilen auf sein Berufs- wie Privatleben. Reinhard Milowsky wurde am 15.03.1935 in Liegnitz/Schlesien geboren. 1945 der Heimat beraubt, fand die Familie ihren neuen Wohnsitz in Weißenfels. Nachdem er die Schule beendet hatte, nutzte er ein bevorzugtes Unterrichtsfach als Basis für seine 2 jährige abgeschlossene berufliche Ausbildung zum Chemiefacharbeiter bei den Leuna-Werken. Um studieren zu können, verpflichtete er sich für drei Jahre zur kasernierten Volkspolizei, welche ihn jedoch nach 2 ½ Jahren fristlos entließ.. Er hatte den Mund zu weit geöffnet. Vorerst als Laborant tätig, suchte er nach Auswegen, legte studienvorbereitende Prüfungen ab und beendete sein Studium an der Ingenieurschule Köthen als Chemieingenieur – ein Abschluss, der später nachdiplomiert wurde. Zurück in Leuna, wurde Reinhard Milowsky als Schichtingenieur sowie als Bauleiter für ein neu zu gründendes Technikum eingesetzt und nutzte danach das Angebot, als Sicherheitsingenieur im Bereich Arbeitsschutz tätig werden zu können. Schnell avancierte er zum Leiter der Sicherheitsinspektion von Leuna II, erwarb nebenberuflich seinen zweiten Studienabschluss als Ingenieur für Arbeitsschutz und kehrte nach fünf Jahren an seinen Mutterbetrieb zurück. Schon vor Bildung der Abteilung für sicherheitstechnische Forschung hatte sich Reinhard Milowsky aufgrund seines Leistungsspektrums, seiner Fachkompetenz und guten Menschenführung einen Namen gemacht. Er wurde Chef dieser Abteilung. Für äußerst erfolgreiches Agieren zeichnete man ihn anlässlich einer Silberhochzeit mit einer Reise nach Cuba aus, welche er mit seiner Frau hätte antreten können. Die Staatsorgane schalteten sich ein und verhinderten diese Reise ohne Begründung. Reinhard Milowsky trat umgehend aus der Partei aus. Daraufhin all seiner Funktionen enthoben, konnte er zumindest in der Abteilung „Anwendungstechnik“ beschäftigt bleiben. Nach der Wende in den Betriebsrat gewählt, begab er sich vier Jahre danach in den Ruhestand und widmete sich anderen Aufgaben. Er konnte seine Lebenserfahrung zum Wohle der Gesellschaft nutzbringend anwenden. Bereits zur Wendezeit formulierte er seine Weltanschauung mit der Gestaltung von 13“ Fragen an sich selbst“ sie verdeutlicht seine optimistische Lebensanschauung. So unterstützte er als stellvertretender Vorsitzender den Mieterverein und ist Mitglied des Klostervereins sowie der deutschen Herzstiftung. Gemeinsam mit seiner leider verstorbenen Ehefrau Helga bereisten die Beiden einen Großteil der Welt. Helga Milowsky war Zahnärztin, bekannt und beliebt und lebt bis heute in den Herzen der Menschen weiter. Großen Bekanntheitsgrad erlangte auch Reinhard Milowsky. Als Hobbyfotograf und Mitglied des Weißenfelser Kunstvereins sind ihm zahlreiche Ausstellungen zu verdanken. Weitere werden folgen. Und eine Leidenschaft darüber hinaus entwickelte sich schon vor langer Zeit – Reinhard Milowsky liest gerne Goethe und schätzt Herrmann Hesse.
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