MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Mieth

Mit Solidität und Kreativität junge Menschen bilden

Manfred Mieth

Ingenieurpädagoge
Eislebener Str. 25
99086 Erfurt

Fon: 0361 / 7312540     

Manfred Mieth wird am 3. Oktober 1935 in Erfurt geboren, mit zehn Jahren erlebt er am Fenster den Angriff auf Nordhausen mit, der rot gefärbte Himmel zeigt, wie die nicht weit entfernte Stadt verbrennt. Im Jahr 1950 beginnt er eine Lehre als Fernmelde-Baumonteur, 50 Prozent der Lehrlinge sind Mädchen, die Lehrlinge erlernen die Grundtechniken der Holz- und Metallverarbeitung. Nach einem Jahr in Erfurt wechselt Manfred Mieth nach Halle zur Ausbildung als Fernmeldemechaniker, nun stehen nicht mehr die Anschlüsse, sondern die Übertragung und Vermittlung im Mittelpunkt. Während des Volksaufstandes am 17. Juni 1953 ist er zu den Abschlussprüfungen unterwegs, er erlebt nervöse Polizeioffiziere, die in die Luft schießen. Die Arbeit im Technischen Trupp nach den Prüfungen sagt ihm nicht zu, er baut nun in Thüringen Fernsprechvermittlungsanlagen auf, darunter die gesamte Durchwahltechnik im Eichsfeld. Dabei ist er stets im gesamten Thüringer Raum unterwegs. „Wir mussten sehr viel improvisieren, die Technik war teilweise sehr zurückgeblieben“, erinnert sich Manfred Mieth. Ab 1958 arbeitet er als Lehrausbilder für die praktische Ausbildung und absolviert in den folgenden Jahren die verschiedensten Lehrgänge und Fernstudien, um sich die nötigen Kenntnisse anzueignen. Schließlich darf er sich Industriemeister, Lehrmeister und Ingenieurpädagoge nennen. Er entwickelt die Praxis der Lernaufträge, bei der die sich die Lehrlinge die nötigen Kenntnisse im Selbststudium aneignen, während Manfred Mieth mit den anderen die praktischen Übungen durchführt. Er wechselt später vom Bereich der Aus- zum Bereich der Weiterbildung, wobei er sich speziell für den Bereich der Vermittlungstechnik engagiert und auch an der Entwicklung von Lehrbüchern beteiligt ist. Gern erinnert er sich an die spannenden Diskussionen, ob ein bestimmtes Thema eher in den Bereich der Ausbildung oder der Weiterbildung anzusiedeln ist. Ab 1989 beginnt Manfred Mieth wieder selbst, aktiv zu unterrichten und interessiert sich vor allem für die Digitaltechnik. Auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Jahr 1997 ist er immer noch sehr interessiert und verfolgt regelmäßig und mit Akribie die Fachliteratur. Neben der Arbeit im Garten beschäftigt er sich viel mit dem Amateurfunk und bedauert, dass die jungen Leute kaum noch Interesse dafür zeigen. Mit seiner Frau Erika ist er seit 1959 verheiratet, der 1961 geborene Sohn Michael studiert Maschinenbau und arbeitet heute für Versicherungen. Die Frau arbeitet als Schulsekretärin und Sachbearbeiterin bei der Postdirektion und ist heute ebenfalls Rentnerin. Zur Familie gehören inzwischen zwei Enkel und drei Urenkel. Die Eheleute Mieth wollen noch einige Jahre bei guter Gesundheit zusammen leben.
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