MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans-Joachim Mohr

Eine bärenstarke Familie

Hans-Joachim Mohr

Inhaber Malerbetrieb Mohr Am Kalkberg 38 04668 Grimma Fon: 03437 / 914277 Internet: www.mohr-grimma.net E-Mail: post@mohr-grimma.net

Eigentlich war in der Familie des 1955 geborenen Hans-Joachim Mohr klar, welchen Berufsweg er einmal einschlagen sollte. Sein Traum Förster zu werden, stand nicht zur Debatte. Der Vater, selbst Fleischer, hatte den jungen Hans-Joachim oft in den Ferien mit zur Arbeit genommen und fand das sei der geeignete Beruf, in dem der Junge schnell Geld verdienen könnte. Das war dringend nötig, war er selbst doch indessen schwerstgeschädigt und das Budget der Familie äußerst begrenzt. So verließ Hans-Joachim Mohr die 8. Klasse, um diesen Beruf zu lernen, erhielt jedoch keine Lehrstelle. Gut, dass just zu diesem Zeitpunkt bei den Eltern renoviert wurde. So kam es zum Gespräch mit dem Malermeister, die Anfrage nach Lehrmöglichkeit und schließlich die Ausbildung im Malerberuf. Als erster Lehrling der neu gegründeten PGH Maler Großbothen, legte er so den Grundstein für seine spätere Selbstständigkeit im Beruf. Er hatte früh das Bedürfnis nicht auf der Entwicklung stehen zu bleiben, suchte Möglichkeiten des Weiterkommens. Im Hochbau und im Maschinen- und Apparatebau Grimma erlebte er erste Praxiszeit, unzufrieden mit den auszuführenden Tätigkeiten. So nahm er gerne den Hinweis eines Bekannten wahr, der ihm einen Malerbetrieb empfahl, dessen Meister die Firma gerne in junge Hände legen wollte. 1/2 Jahr arbeitete er bei diesem. Die 10. Klasse hatte er schon nachgeholt, die Meisterschule begonnen, als er den Betrieb am 01.01.1980 übernahm. Erst alleine beginnend, konnte er 1983 den ersten Mitarbeiter einstellen, dem Bedarf entsprechend, die Belegschaft auf fünf Arbeitskräfte ausbauen. Mit der Wende und dem Nachholbedarf der Bevölkerung stieg die Nachfrage nach dem Gewerk rasant. Dem entsprechend erfolgte auch der Ausbau des (indessen in eine GmbH gewandelte) Malerbetriebes. Bis zu vierzig Angestellte arbeiteten nun hier. Größte Aufträge wurden angenommen, bis 1996 / 1997 dann auch die Kehrseite des Aufschwunges verspürt wurde: Die mangelnde Zahlungsmoral. Unbezahlte Großaufträge führten zur Insolvenz. Für Hans-Joachim Mohr kein Grund zur Aufgabe, auch wenn ihn dieses Schicksal ein zweites Mal aus gleichem Grund ereilte. Er trat wieder neu an, nun allerdings mit der Einstellung „lieber klein und fein“ und zu „windige“ Aufträge meidend. Sohn Michaal Mohr hat große Achtung vor dem steinigen Weg des Vaters, der trotz aller Rückschläge und einer Krebserkrankung immer wieder angetreten ist, um sein Leben zu meistern und fachlich nie in der Entwicklung stehen geblieben ist. So absolvierte er 1999 noch ein Studium zum Restaurator. Aus einer gemeinsamen Firmenzeit, entwickelte sich ein zusätzliches Unternehmen: „Raumausstatter Michael Mohr“, mit dem Hand in Hand die Wünsche der Kunden realisiert werden. Mutter Angelas wird von ihren Männern liebevoll das „Mädchen für alles“ genannt und steht tatkräftig zur Seite. Die Familie ist verbunden durch ihre Geschichte, ihren Beruf und ihre Leidenschaft – das Sammeln alten Malerbedarfs und –zubehörs. Und im Bären-Zimmer der Familie, mit 1004 der weichen Kuscheltiere, spürt man die Nähe, Wärme und den Zusammenhalt der gesamten Familie Mohr besonders.
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