MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Heinz Michler

„Nicht verzagen, Kalle fragen“

Karl-Heinz Michler

Vorsitzender Gartenverein „Am Goldberg“ e. V.
Margueritenweg 37
06118 Halle

Karl-Heinz Michler wurde 1947 geboren und hatte den Wunsch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, bei der Eisenbahn seine berufliche Zukunft zu finden. Doch der Vater fand lange Schulzeit unnütz, sorgte für den vorzeitigen Schulabgang des Sohnes. Dieser nahm die Lehre beim Kalibergwerk Teuschental auf und schloss sie als Junghauer nach drei Jahren ab. In dieser Zeit war es ihm zudem gelungen, in den wichtigsten Fächern den Abschluss der 10. Klasse nachzuholen und auch an dem Beruf als solchen gefallen zu finden. Auf Grund seiner guten Lehrergebnisse wollte man ihn zum Fachschulstudium delegieren, später einen Pionierleiter aus ihm machen, doch seine persönlichen Ansichten harmonierten nicht immer mit denen der Führungskräfte und als schließlich der Schacht verlegt werden sollte, er indessen aber auch seiner kleinen Familie verpflichtet war, kündigte er. Nun erfüllte er sich doch noch den Traum von der Eisenbahn, wurde 1972 Lokbegleiter auf einer E-Lok. In der Erwachsenenqualifizierung absolvierte er eine Ausbildung in der Lokwerkstatt mit dem Facharbeiterabschluss Schlosser, 1974–1975 einen Lehrgang zum Lokführer. Es folgte Lehrgänge zum Führen aller Lokomotiven, von der Diesel-Lok bis zur E-Lok, eine Ausbildung zum Lehrlok-Führer. Der praktische Einsatz reichte vom Diesellok-Führer im Reiseverkehr, über den Lehrlok-Führer bis hin zum Dienstplanleiter und veränderte sich mit der Wende. Karl-Heinz Michler arbeitete nun als Ausbilder für Lok-Führer und Lehrlinge, begleitete später den Aufbau des Fahrsimulators in Leipzig und war als Koordinator für Berufsausbildung eingesetzt, bis er in den Vorruhestand und Ruhestand wechselte. Eine Entscheidung, die Ehefrau Rosel (Zugführerin, verheiratet seit 1975) mit traf, denn sie war bereits Rentnerin und gemeinsame Zeit zu verbringen war erstrebenswert. Jetzt konnte das Hobby „Garten“ (seit 1998) intensiviert werden. Was ehemals auf Wunsch seiner Frau Rosel begonnen hatte, wurde schnell zum eigenen Schwerpunkt. Seit 2005 Vorsitzender des Gartenvereins „Am Goldberg“ e. V., wurde er indessen zum vierten Mal gewählt. Er betreut 435 Gärten und ihre Pächter in dieser Funktion und freut sich über die Entwicklung, dass indessen auch wieder sehr junge Menschen (Studenten) das Leben in der Natur schätzen. In diesem Jahr feiert der Verein sein 90. Jubiläum. Als Glück empfindet Karl-Heinz Michler, wenn er etwas bewältigt, was am Anfang nicht erreichbar schien. Und seine Lebenseinstellung „Nicht verzagen, Kalle fragen“, hat ihm geholfen seinen Weg zu gehen und heute auf ein solides Lebenswerk schauen zu können.
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