MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Jürgen Meyer
Eine Vorliebe für das Russische
12679 Berlin
Durch den Auslandseinsatz der Eltern in Kiew, Ukraine, ist Jürgen Meyer ab der 8. Klasse mit der damaligen Sowjetunion, dem heutigen Rußland und der Ukraine, eng verbunden. Er absolvierte die sowjetische Mittelschule und anschließend das Abitur am DDR-Generalkonsulat in Kiew und studierte von 1970 bis 1975 an der Universität Kiew Wirtschaftsmathematik. In dieser Zeit lernte er seine Frau Tamara kennen, die er 1974 heiratete. Danach wieder zurück in der Heimat, war er ab 1975 als Programmierer im Leitzentrum für Anwendungsforschung im Kombinat Datenverarbeitung und ab 1979 im Rechenzentrum des MdI (Ministerium des Inneren) tätig. In dieser Zeit wirkte er an verschiedenen Projekten, so z. B. am Aufbau zentraler EDV-Projekte mit. Seine Doktorrat erwarb er Mitte der 80-er Jahre im außerplanmäßigen Fernkurs in Moskau. Für sein vielseitiges Wirken und Engagement im Beruf wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. im Kollektiv mit dem Orden „Banner der Arbeit“ Stufe II.
Nach der Wende und der Abwicklung der Dienststelle arbeitete Dr. Meyer bis 1993 im privatwirtschaftlichem Bereich. Die ausgezeichneten Sprachkenntnisse in Russisch nutzend, bedingt durch seine langjährige Verbindung mit Rußland und seiner Frau als Ukrainerin, führten zum Entschluss, gemeinsam mit seiner Frau 1994 die Prüfung als Dolmetscher/Übersetzer für diese Sprachen abzulegen und als Freiberufler dafür zu arbeiten. Er hat sich, zusammen mit seiner Frau, damit eine neue und gute Existenz aufgebaut, die ihn heute mit so bekannten Firmen wie Wintershall und GAZPROM geschäftlich verbindet. Seine Dienste als staatlich geprüfter und vereidigter Übersetzer werden auch von Behörden (Gerichte/Polizei etc.) in Anspruch genommen, so dass sein Tagesablauf meist ausgelastet ist.
Dr. Jürgen Meyer wurde 1953 in Kamenz geboren. Obwohl Vater, Offizier bei der NVA, Absolvent der Militärakademie und viel unterwegs, die Mutter als Leiterin im Schuldienst, erlebte er eine schöne Kindheit. Dr. Meyer ist stolz auf Sohn Maxim, 1975 geboren und die beiden Enkelkinder, sie machen ihm viel Freude. Er verbringt mit ihnen sowie seiner Frau gern die verfügbare freie Zeit. Die Vorliebe von ihm gebührt der Natur und dem Wald, das gemeinsame Wandern, Pilze und Blumen sammeln. Ein weiteres gemeinsames Hobby ist das Reisen, vor allem in die Welt der Berge. Sie erklommen den Thorong-La-Pass in Nepal mit 5416 m Höhe. Das bleibt in besonderer Erinnerung, auch die Aufenthalte auf Madeira, in den Bergen Mallorca's und im Rilagebirge in Bulgarien als Lieblingsreiseland. Nächste mögliches Ziel ist die Mongolei.
Dr. Meyer bewundert den Buddhismus, interessiert sich für das Christentum und sieht mit Stolz und Demut auf das Erreichte. Er wünscht sich eine „ehrliche Politik und Frieden“.