MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ulrich Meyer mit Ehefrau Edeltraud

„Es ist schade um jeden Tag …

Ulrich Meyer mit Ehefrau Edeltraud
Tierarzt i. R.

Arnsdorfer Reihe 30
06917 Jessen (Elster)
Fon: 03537 / 212636
Funk: 0171 / 9195143

… an dem nicht gelacht wurde.“ Seiner Lebensmaxime selbst am meisten folgend, geht Ulrich Meyer, geboren am 19.12.1940 in Zwickau, mit Willenskraft, Ausdauer, vor allem aber einer gehörigen Portion Humor durchs Leben. Gern wäre der früher aktive Volleyballer Spitzensportler geworden. Dies klappte nicht, doch sportliche Aktivitäten inklusive Schwimmen füllen nach wie vor den Alltag. Beruflich entschied er sich für ein Studium der Veterinärmedizin und machte an der Karl-Marx-Universität Leipzig den Abschluss zum Tierarzt mit Staatsexamen. Pflichtassistenz führte in den Bezirk Cottbus, u. a. für drei Monate an den Schlachthof, an dem er 1968 als Tierarzt des Schlachthofes Cottbus für Fleischbeschau verantwortlich zeichnete. Sechs Wochen Tierarztvertretung in Lauta folgte ab 17. März 1969 sein Einsatz als Leiter der Staatlichen Tierarztpraxis in Seyda/Kreis Jessen. Zwei Jahre später kam es zum Ausbruch der schrecklichen Brucellose, dem seuchenhaften Verkalben, das der Veterinär durch Abbau der Bestände bekämpfen konnte. 1973 zog Herr Meyer mit Ehefrau Edeltraud, Sohn Dirk und Tochter Antje gänzlich nach Jessen. Obwohl er während seiner Dienstzeit alle Kleintiere behandelte, übernahm er zusätzlich für drei Jahre die Betreuung der Tiere des Zirkus Hein im Winterquartier in Meltendorf und sah sich 20 Pferden, Kamelen, Lamas, Bären, Rindern, Elefanten, Löwen und Schlangen gegenüber. Die letzten zehn Jahre als Tierarzt galten einer 5½-Tausender Jungrinderanlage. Haupttätigkeiten zeigten sich vorrangig in prophylaktischen Maßnahmen wie vorgeschriebenen Blutuntersuchungen, Tuberkulosevorbeugung, Maul- und Klauenseuche-Impfungen, wöchentlichen Trächtigkeitsuntersuchungen sowie IBR- und IPV-Impfungen bei Kälbern. Darüber hinaus wurden natürlich kranke Tiere behandelt und seuchehygienische Absicherungen beaufsichtigt. Mit der Wende kam es zur Auflösung der Jungrinderanlage. Herr Meyer behalf sich als Vertreter für R + V-Versicherungen, später für Tierversicherungen, und musste 1994 krankheitsbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Gern trifft man den zweifachen Großvater beim Pilze sammeln, doch setzt er sich als Mitglied des Diest-Vereins Seyda auf sozialem Sektor sehr für geistig behinderte Menschen ein. Sonstige Freizeit gehört seiner glücklichen, harmonischen Familie, Freunden und Nachbarn, mit denen natürlich kein Tag vergeht, ohne herzhaft gelacht zu haben.
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