MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Heidrun Meyer
Das Reisen und der Sport tun ihr gut
Robert-Koch-Str. 9
06110 Halle
Fon: 0345 / 4443926
Über Krankheiten zu lamentieren, war nie ihr Ding. Heidrun Meyer aus Halle/Saale, 1938 in Kröllwitz geboren, hält es da lieber mit dem Leitspruch „Lebe Dein Leben so, als wäre jeder Tag der letzte“. Dabei hat sie viele Jahre an der Seite ihres schwerkranken Ehemannes Peter (studierter Gebrauchsgrafiker) verbracht, mit dem sie von 1959-2009 (bis zu dessen Tod) verheiratet war. Heidrun Meyer, Mutter von zwei Töchtern (Sonja, geboren 1959, arbeitet mit ihrem Mann in einem großen Möbelhaus im Westen; Susanne, geboren 1965, Tierpflegerin, gestorben 2009), ist eine starke Frau. Sie hat sich trotz ihrer schweren Schicksalsschläge in ihrem langen Leben nie unterkriegen lassen. 1944 in Halle eingeschult, lernte sie bis zur 8. Klasse und wollte Kindergärtnerin werden. Da nach dem Krieg Kindergärtnerinnen gebraucht wurden, begann das Studium schon mit 14 Jahren. Heidrun Meyer ließ sich deshalb drei Jahre an der Helene-Lange-Schule ausbilden und war mit 17 Jahren fertig. Kunst und Sport gehörten stets zu ihren Lieblingsschulfächern, was ihrem Berufsleben später auch sehr zugute kam. Sie arbeitete anfangs in einem Dorfkindergarten, zunächst in Lieskau, war mit 19 Jahren bereits Leiterin des Kindergartens in Zscherben. Ihren Mann, der auch aus Halle stammte, lernte sie an der Ostsee kennen. Sie stieg halbtags als mithelfende Ehefrau bei ihrem freischaffenden Ehemann ein, der dem Verband Bildende Künstler angehörte. Im gemeinsamen künstlerischen Schaffen erlebte sie mit ihrem Peter die Wende. Es gab bis dato sehr viele Aufträge, die plötzlich wegbrachen. Werbeagenturen aus dem Westen überfluteten den Markt, während für Ostdeutsche Künstler weniger Aufträge gab. 1992 diagnostizierten die Ärzte bei Peter Meyer Multiple Sklerose („MS“). Heidrun Meyer arbeitete wieder acht Stunden in ihrem Ausbildungsberuf. Neben der Pflege, ihr Mann saß inzwischen im Rollstuhl, ließ es sich Heidrun Meyer, die mit 60 Jahren in Rente ging, nicht nehmen, zweimal im Jahr mit ihm nach Portugal in den Urlaub zu fahren. Das Fest der goldenen Hochzeit haben die Beiden noch im Januar 2009 erleben dürfen, im März starb Peter Meyer. Das Reisen ist und bleibt heute neben dem Sport und den Saunagängen mit ihrer Frauengruppe Heidrun Meyers Leidenschaft. Einmal im Jahr macht sie eine große Reise – von Island bis Südafrika. All das tut ihr gut. Auch die Konzert- und Theaterbesuche mit ihren „Saunaweibern“ will die dreifache Oma und mittlerweile Uroma von fünf Urenkelkindern nicht missen. Ebenso bereichern jährliche Studientreffen Heidrun Meyers Leben. Sie genießt Traditionen und ist stolz auf ihre Familie. Große Freude bereitet ihr die Betreuung ihrer zwei Urenkelinnen in Halle, z. b. bei Konzertbesuchen der Eltern. Während des Urlaubs der Familie versorgt sie Haus, Garten und mehrere Tiere. Heidrun Meyer wünscht sich aus diesem Grund, noch lange gesund zu bleiben. In der Regel treibt sie fünfmal die Woche Sport. Sie geht dreimal früh 6.00 Uhr schwimmen, regelmäßig einmal wöchentlich in die Sauna und zum Sport.