MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Edelgard Mettin

Eine Frau voller Stärken

Edelgard Mettin

Biologielehrerin
06618 Naumburg

Ihr Leben hielt so manche Überraschung bereit, doch ausgestattet mit vielen Stärken, kam ihr eine besonders zugute. Sie war in der Lage, sich jeder neuen Herausforderung zu stellen, selbige zu bewältigen und erfolgreich aus ihr hervor zu gehen. Geboren wurde Edelgard Mettin am 05.04.1933 in Naumburg. Während schwierigster Kriegszeiten besuchte sie die Schule und nahm 1947 beim Konsum eine Lehre zur Verkäuferin auf. Ihr Vater war Soldat und gilt seit März 1945 als vermisst. 1950 begann sie an der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät Halle, gehörte dem medizinisch-biologischen Sektor an und legte 1953 das Abitur ab. Nach einem Praktikum in Lodersleben erfolgte eine Ausbildung zum Facharbeiter für Forstwirtschaft und danach ein Studium an der Forsthochschule Tharandt. Um ihre Mutter zu entlasten, musste sie dieses nach nur einem Jahr abbrechen. Ihr jüngster Bruder war schwer erkrankt und bedurfte der Pflege. Sie entschied sich für die Aufnahme eines Fachschulstudiums in Ballenstedt und erhielt 1957 ihren Abschluss als Forstingenieur. Noch bei der Mutter wohnend, begann sie in Ziegelroda in der Forstwirtschaft, gehörte der Abteilung „Waldbau“ an und eroberte sich selbstbewusst eine Männerdomäne. Ihren Mann lernte sie schon 1953 in Halle kennen. Er studierte Landwirtschaft und wollte später eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen. 1959 heiratete das Paar. Ihr Mann arbeitete derzeit in Gatersleben. Dort erhielt Edelgard Mettin eine Stelle als Biologielehrerin und widmete sich parallel einem adäquaten Fernstudium. Ab 1961 hatte Dr. Mettin am Institut für Genetik und Pflanzenzüchtung der Universität Halle einen Lehrstuhl inne und das Ehepaar verbrachte die Folgejahre in Hohenthurm. Ab 1963 übernahm Edelgrad Mettin in der POS Hohenthurm wieder den Biologie- und Deutschunterricht. 1983 wurde Dr. Mettin zum Institutsleiter in Gatersleben berufen. Die Eheleute bekamen ein Haus und fortan versorgte sie Haushalt wie Garten und kümmerte sich um den privaten Weinberg. Nach der deutschen Vereinigung zogen Mettins nach Naumburg. Ehrenamtlich unterstützte Edelgard Mettin die Volkssolidarität sowie die Jugendhilfe. Zur Entspannung spielte sie Klavier, doch am wohlsten fühlte sich die frühere Forstangestellte immer in Wald und Garten. Mit dem Tod ihres Gatten schien das Leben für sie inhaltslos. Für lange Zeit zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück. Heute meistert sie das Leben, wie sie es immer getan hat, allein, verbringt Zeit mit Sohn Albrecht und dessen Familie und gestaltet sich den Alltag auf erträgliche Weise mit ihren vielen Bekannten.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz