MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ingrid und Klaus Berndt
Zwei Leben mit ihren Höhen und Tiefen
Diplom-Psychologin
Elektromonteur
07570 Harth-Pöllnitz
Ingrid und Klaus Berndt sind seit 1978 jeweils zum zweiten Mal verheiratet. Sie sind glücklich, gemeinsam bei guter Gesundheit und in Frieden in ihrer Heimatregion leben zu können, deren Wiesen, Wälder und Felder sie nicht mehr missen möchten.
Ingrid Berndt wird am 2. Mai 1943 in Karlsbad geboren, drei Jahre später muss die Familie ihre sudetendeutsche Heimat verlassen und findet eine neue Bleibe in Gera. Hier besucht Ingrid Berndt die Schule, legt 1961 das Abitur ab. Lehrerin will sie nicht werden und zum Studium der Medizin werden zu dieser Zeit nur Jungen aus Arbeiter- und Bauernfamilien zugelassen. So entscheidet sich die junge Frau für die Psychologie, beginnt im selben Jahr ein Studium an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und hat die berufliche Ad-hoc-Entscheidung später nie bereut. Ingrid Berndt nimmt nach dem Studium eine Arbeit am Bezirkskrankenhaus in Gera auf. Zunächst ist sie völlig auf sich allein gestellt, die Kollegen sehen sie zu dieser Zeit als eine Exotin an. Doch sie kämpft, erwirbt sich im Laufe der Jahre immer mehr Anerkennung und lässt sich am 1. Januar 1992 als erste Psychologin mit einer eigenen Praxis in Gera nieder. Um sich abzusichern, arbeitet Ingrid Berndt nebenbei noch für den TÜV, wo sie unter anderem Kurse für alkoholabhängige Kraftfahrer anbietet. Doch ihre Praxis beginnt bald zu florieren, so dass sie sich ab 1995 nur noch darauf konzentriert. Sie beschäftigt sich von früh bis spät mit ihren Patienten und ist sehr froh darüber, dass ihr Mann Klaus die Büroarbeiten für sie erledigt und außerdem den Haushalt besorgt, bis sie sich 2010 für den wohlverdienten Ruhestand entscheidet.
Klaus Berndt kommt am 26. Juni 1943 in Kretzschau bei Zeitz zur Welt. Die Mutter ist Verkäuferin, der Vater ist kaufmännischer Angestellter und später Diplom-Sportlehrer. Klaus Berndt erinnert sich an eine sehr schöne Kindheit mit vielen Freunden und einer Großmutter, die mit ihrer kleinen Landwirtschaft die schlimmste Not von der Familie fernhält. Nach der Schule erlernt der junge Mann den Beruf eines Elektromonteurs auf der Neptunwerft in Rostock. Er träumt davon, einmal zur See zu fahren, doch diesen Traum gibt er nach der Hochzeit auf. Er absolviert einen dreijährigen Dienst bei der Volksmarine und arbeitet bis 1970 in seinem erlernten Beruf. Dann wechselt Klaus Berndt zur Berufsfeuerwehr nach Zeitz und wird zum Studium an die Fachhochschule Feuerwehr in der Nähe von Magdeburg delegiert, die er als Ingenieur abschließt. Als seine erste Frau stirbt, steht er mit drei Kindern allein da. Ab 1978 tut er Dienst bei der Volkspolizei in Gera, da bei der dortigen Feuerwehr keine Planstelle frei ist. Im Jahr 1985 scheidet er hier aus und übernimmt bis 1990 das Versorgungskontor für Medizintechnik.
Ingrid und Klaus Berndt gehen ihren Hobbies nach, treiben Sport und gehen gern tanzen. Außerdem betreuen sie drei Mal in der Woche die alten Eltern und würden gern noch eine Weltreise unternehmen.