MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ök. Ulrich Peter Berthold

Systeme gingen, Sparkassen blieben

Ulrich Peter Berthold

Rentner
Franz-Stenzer-Str. 63
12679 Berlin

Ulrich Peter Berthold wurde 1941 noch in Marienwerder in Westpreußen geboren. 1945 jedoch wurde die Familie evakuiert, im Schlitten ging es über die gefrorene Weichsel. In Sachsen fanden sie, knapp verschont von der Bombardierung Dresdens, neues Zuhause. 1947 eingeschult beendete er die Schulzeit an der Humboldt-Oberschule in Radeberg mit der 10.Klasse. Drei Jahre dauerte die anschließende Lehre als Bankkaufmann bei der Kreissparkasse Dresden. Nach dem Abschluss 1960 wurde er als Zeigstellenvertreter durch das Kreisgebiet Dresden-Land geschickt. Dann wurde der hoffnungsvolle Nachwuchs an die Finanzschule nach Gotha delegiert, wo zwei Jahre Direkt- und ein Jahr Fernstudium ihn zum Finanzwirtschaftler machten. Von der Ausbildung weg warb ihn das Ministerium für Finanzen in Berlin, wo er in der Abteilung Geld und Kredit mit dem Sparkassenwesen betraut wurde. Als bei einer Neustrukturierung die Aufsicht über die Sparkassen der Staatsbank der DDR zugeordnet wurde, wechselte er in diese Institution. Als Hauptreferent hatte er die Personal- und Finanzplanung aller Sparkassen der DDR unter seiner Regie. Für seine anspruchsvollen Aufgaben hatte sich Ulrich Peter Berthold zwischenzeitlich durch ein Fernstudium an der Hochschule für Ökonomie Berlin qualifiziert, welches er 1973 mit einem Diplom an der Humboldt-Universität als Diplom-Wirtschaftler beenden konnte. Spannende Entwicklungen ergaben sich mit der Einführung von PC-Technik und Geldautomaten oder mit dem Aufbau eines Rechenzentrums zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Neue Herausforderungen kamen 1990 mit dem Übergang in marktwirtschaftliche Strukturen und mit der DM-Einführung zum 1. Juli 1990. An der Gründung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes war er hauptverantwortlich beteiligt. Er wurde Büroleiter im Sekretariat des Verbandspräsidenten, hielt den Kontakt mit dem (Gesamt-)Deutschen Sparkassenverband in Bonn. Die Vorbereitung der Verbandsgremien-Sitzungen, die Durchführung von Sparkassentagen waren wichtige Aufgabengebiete. Später wurde er Referatsleiter für Haushalt und Finanzen, ehe er 2003 aus dem aktiven Dienst schied. Schon früh kam er dank des DDR-Reisebüros Jugendtourist, das ihn auch als Reiseleiter einsetzen konnte, in viele Länder. Mit der Öffnung der Grenzen reizten dann auch die westliche Hemisphäre, die Kontinente Amerika, Afrika und Ostasien.
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