MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christoph Bernhard
Ein Denkmal bürgerschaftlichem Engagements
Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises Gohliser Schlösschen e.V.
Menckestraße 23
04155 Leipzig
Fon: 0341/ 589690
Internet: www.gohliser-schloss.de
Das Gohliser Schlösschen in Leipzig ist ein bedeutendes Gebäude der sächsischen Kulturgeschichte. Auch ein reizvolles, als Bau an sich, doch ebenso als stilvolles Ambiente für literarische und musikalische Veranstaltungen mit gehobenem Niveau. Hier treten Pianisten und Cellisten auf, Opernsänger und Musikensembles, hier lesen Schriftsteller aus ihren Büchern und in jedem März zur Buchmessezeit wird es ein Magnet für „Leipzig liest.“
Doch das 1755/56 von Ratsherrn J. C. Richter erbaute und 1935 erstmals der Öffentlichkeit zur regelmäßigen Nutzung zugänglich gemachte Sommerpalais brauchte Anfang der 1990er Jahre so einiges an Unterstützung, um zu werden, was es heute ist. Deshalb fanden sich 1991 etliche Leipziger zum Freundeskreis Gohliser Schlösschen e.V. zusammen. Ein Jahr später kam Christoph Bernhard dazu und wurde 1993 zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Der 1959 geborene Musikfreund hatte Notenstecher gelernt, zwei Jahre beim Graphischen Großbetrieb „Martin Andersen Nexö“ gearbeitet. Nach seinem Grundwehrdienst und Lehramtsstudium begann er 1986 seine Tätigkeit als Musiklehrer. Nach der friedlichen Revolution wurde er durch den „Runden Tisch“ seiner Schule zum stellvertretenden Direktor gewählt. Seit 1992 arbeitet er in der Schulaufsichtsbehörde und im Kultusministerium.
Als Vereinsvorsitzender des Freundeskreises wirkt er nach innen und außen. Um Finanzen und Sponsoren hat er sich zu kümmern, um die Kooperation mit verschiedenen Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Politik. An allen Vorhaben ist er entscheidend beteiligt, ferner Repräsentant des Vereins.
Bis heute hat er an der Spitze von zur Zeit ca.125 Mitgliedern auch problematische Aufgaben meistern können, so die Sanierung der gesamten Schlossanlage, einschließlich der Turmhaube, die 1992 einzustürzen drohte. Der Großteil der nötigen Gelder wurde über Spenden aufgebracht, insgesamt ca.15 Millionen DM, bis das Schlösschen im Herbst 1998 wieder eröffnet werden konnte. Seit 2004 bewirtschaftet der Verein es für die Stadt Leipzig, die auf diese Weise finanzielle Mittel einspart, während die Bürger hier in den Genuss von Kammermusik und Sommertheater kommen. Regelmäßig gibt es auch Führungen, darunter musikalische, und inzwischen auch die Möglichkeit, sich in diesem spätbarocken Schlösschen, in den frühklassizistischen Räumen das Ja-Wort fürs Leben zu geben.
Christoph Bernhard wünscht sich für die Zukunft noch mehr Trauungen im Schloss – und auch mehr Spender für den Erhalt des Hauses.
Ohne die Unterstützung seiner Frau und durch seine zwei erwachsenen Töchter wäre dieses Engagement sicher nicht möglich.