MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Renate und Helfried Meliczek
Mit Engagement das Leben zur Zufriedenheit gemeistert
Diplom-Sozialpädagogin
Maschinenschlosser
Mittweidaer Str. 9
09306 Königshain-Wiederau
Im Nachbarhaus des heutigen Domizils kam Helfried Meliczek 1949 zur Welt. In Wiederau besuchte er auch die Schule von 1956 bis 1964. Den Abschluss der 10. Klasse konnte er parallel zur Berufsausbildung an der Betriebsberufsschule der „Barkas“-Werke Frankenberg nachholen. Die praktische Lehre erfolgte als Maschinenschlosser bei der Maschinenbaufirma Roscher & Eichler KG in Altmittweida. Der Firma blieb er bis 1990 treu, qualifizierte sich, arbeitete nach einem Unfall zeitweise als Disponent. Mit dem Ende der DDR 1990 wurde die Firma geschlossen. Schon vorher im örtlichen Sportverein engagiert, konnte er in einer gemeindlichen Maßnahme sich ein Jahr lang um die Belange der Sportinfrastruktur kümmern. Dann fand er für fünf Jahre beim Bauunternehmen Küster neue Aufgaben. Die Fa. Ludwig in Königsfeld, später die Fensterbaufirma Kuffler in Wiederau sicherten sich die Mitarbeit des flexiblen Praktikers. Im nun wechselvollen Berufsleben folgten dann das Fenster- und Türenwerk Karl Bachl in Lastau, eine Zeitarbeitsfirma in Hohenstein-Ernstthal (mit Einsätzen bei ThyssenKrupp, VW, Porsche Leipzig) und die Firma SPM Maitech-Metallbau in Mittweida. Im Jahr 2012 ging er in Rente. Während seiner Armeezeit, absolviert bei der Bereitschaftspolizei und in Thüringen eingesetzt, lernte er seine Gefährtin fürs Leben kennen. 1972 wurde geheiratet. Als Renate Wagner wurde sie 1950 in Linden geboren, einem kleinen thüringischen Ort direkt an der Grenze zu Bayern. Das dortige Leben wurde schwierig, als 1961 die Grenze gesichert wurde und Überwachungsmaßnahmen das Leben stark reglementierten. Bis zur 8. Klasse besuchte die junge Renate die Schule von Gleichamberg, schloss die 10. Klasse 1966 in Streufdorf ab, daneben zur Rinderzüchterin ausgebildet. Doch sie hielt es nicht in der Landwirtschaft, es lockte die Medizin. Eine dreijährige Ausbildung am Bezirkskrankenhaus in Meiningen beendete sie als Kinderkrankenschwester. In Sachsen angekommen, stieg sie gleich als stellvertretende Leiterin der Kinderkrippe von Lunzenau ein. Dann forderten die eigenen Kinder (1973 Sohn David, 1975 Tochter Romy, heute auch vier Enkel) ihr Recht. In der Kinderkrippe von Wiederau fand sie ins Berufsleben zurück, wurde 1984 Leiterin. Seit die Einrichtung 1995 vom Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. übernommen wurde, war ihr zusätzlich die Verantwortung für die Königshainer Kindertagesstätte übertragen. Im berufsbegleitenden Studium an der Evangelischen Hochschule Dresden qualifizierte sie sich mit einem Studium 1996–1999 zur Diplom-Sozialpädagogin. Nun folgten neue Aufgaben bei der SAW Sächsische Weiterbildungsakademie in Chemnitz (Jugendliche) und Rochlitz (Jobsuchende) und zuletzt bis zum Ruhestand als Kirchenbezirkssozialarbeiterin beim Diakonischen Werk in Rochlitz.