MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans-Jürgen und Dagmar Menger

Das Agrarmuseum trägt seine Handschrift

Hans-Jürgen und Dagmar Menger

Meister der landtechnischen Instandhaltung
99090 Erfurt  OT Töttelstädt  

Er ist mit der Landwirtschaft verwurzelt. Dabei wollte der gebürtige Thüringer ursprünglich Koch werden. Der gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosser Hans-Jürgen Menger aus Erfurt, Ortsteil Töttelstädt, hat sogar mit seiner Frau Dagmar (verheiratet seit 1973, eine Tochter, Cathleen, gelernte Buchbinderin, geboren 1973) ein Agrarmuseum eingerichtet. Das betreuen beide im Ehrenamt, seit sie im Ruhestand sind. Aus einem alten Schweinestall haben sie Museumsräume gestaltet – mit alten Gerätschaften wie Sensen, um Landwirtschaftsgeschichte darzustellen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hans-Jürgen Menger, Jahrgang 1953, hat nach dem Abschluss der 10. Klasse (1969) seine Lehre begonnen. Als 17-Jähriger versuchte er Republikflucht und wurde im Zug auf dem Weg zur Westverwandtschaft gefasst. Das brachte ihm drei Monate Untersuchungshaft und fünf Monate Gefängnis ein. Danach konnte er seine Lehre bei der LPG fortsetzen und machte seinen Meister. Hans-Jürgen Menger schloss mit sehr guten Ergebnissen ab und wurde als Arbeitsgruppenleiter eingesetzt und er unterrichtete zudem Produktionsarbeit in einem betriebseigenen Kabinett. Nach der Wende wurde aus der LPG eine Agrargenossenschaft, er ging zu einem Fuhrbetrieb und kehrte aber 1995 in seinen alten Betrieb zurück. Aufgrund gesundheitlicher Probleme trat er 2015 in den Ruhestand, arbeitete aber als Hausmeister verkürzt. Mit seiner Frau Dagmar (Landwirtschaftskauffrau, Finanzwirtschafterin, Buchhalterin) übte er dieses Amt im Servicebereich (Pensionsbetrieb, Vermietungen von Wohnungen) sieben Jahre bis zur Rente aus. Er war zehn Jahre Mitglied des Ortschaftsrates in Töttelstädt, gehörte der Freiwilligen Feuerwehr an und heimwerkert auch heute noch sehr gern und des öfteren. Als Schlosser, der einst Mähdrescher reparierte und Traktor fuhr, ist Hans-Jürgen Menger sehr handwerklich. Er verreist gern mit seiner Ehefrau, die ihn immer unterstützt hat. Seinen alten Meister Richard Mann, der inzwischen gestorben ist, bezeichnet er als sein berufliches Vorbild. „Immer ehrlich durchs Leben gehen“, lautet sein Leitspruch. Das ist bis heute so geblieben. Hans-Jürgen Menger ist stolz auf das Geschaffene. Dazu zählt ebenfalls das von ihm eröffnete Landwirtschaftsmuseum, in dem sich übrigens auch eine Knechtekammer befindet. Vieles haben er und seine Frau in liebevoller Kleinarbeit zusammengetragen, um den nachfolgenden Generationen landwirtschaftliche Historie zum Anfassen zu zeigen. Er liebt Tiere, hatte immer Schäferhunde, die zur Familie gehörten. Hans-Jürgen Menger will noch lange gesund bleiben und die viele freie Zeit in Familie genießen.
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