MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegfried Meißner

Mit Leib und Seele Lehrer gewesen

Siegfried Meißner

Lehrer für Sport und Deutsch
99887 Georgenthal

Die Goldene Hochzeit haben sie schon gefeiert. Siegfried Meißner und seine Frau Gudrun (Stenotypistin) aus Georgenthal in Thüringen sind seit 1966 verheiratet. Das Ehepaar hat drei Töchter und zwei Enkelkinder. Kerstin, die Älteste, erblickte 1966 das Licht der Welt. Annett wurde 1968 und Antje 1980 geboren. Zur Freude der Eltern sind alle drei mit ihren Familien in der thüringischen Heimat geblieben. Bevor Siegfried Meißner, geboren 1939 in Georgenthal, beruflich die Lehrer-Laufbahn einschlug, ging er zur Schule, zunächst acht Jahre, dann wechselte er zur Erweiterten Oberschule nach Gotha. Er schloss mit der 10. Klasse ab, fühlte sich dann aber nicht mehr motiviert genug weiterzumachen. Zwei Jahre ließ er sich zum Dreher ausbilden und arbeitete danach als Geselle ein Jahr in der Zahnräderfabrik in Gotha in drei Schichten. Das gefiel ihm auf Dauer nicht, denn es war ein stupide Arbeit, bei der junge Facharbeiter für die „Drecksarbeiten“ herangezogen wurden. Er wusste, auf Dauer würde ihn diese Tätigkeit nicht ausfüllen. Siegfried verpflichtete sich für zwei folgende Jahre zum Wehrdienst. Bei der Armeesportvereinigung (ASV) verschrieb er, der schon vorher Schwimmen und Leichtathletik betrieb, sich dem Langstreckenlauf. Durch den allgemeinen Sport den er ausübte kam schließlich als Quereinsteiger zum Lehrerberuf. Denn die Armee delegierte den jungen Mann zum Studium nach Karl-Marx-Stadt, Zweigstelle Zwickau des Pädagogischen Instituts. Siegfried Meißner machte vier Jahre sein Direktstudium für Sport und Deutsch. Laut Absolventenlenkung sollte er nach Schwedt oder Eisenhüttenstadt, doch er hatte sich für den Bezirk Erfurt beworben. Seine ersten drei Jahre unterrichtete der Pädagoge nun in Heiligenstadt im katholisch geprägten Eichsfeld. Er kam trotz vieler Vorurteile gut mit den Menschen dort klar. Bereits nach der ersten Unterrichtsstunde war er sich sicher: „In diesem Beruf bist du richtig, etwas anderes kannst du dir eigentlich gar nicht mehr vorstellen.“ Die nächste Stelle war in Schönau vor dem Walde im Kreis Gotha, bevor Siegfried Meißner schließlich an der Schule in Georgenthal lehren konnte. Er fühlte sich überall in Thüringen wohl. Mehr als 33 Jahre war er dort Lehrer, bis über die Wende hinaus wurde er in Georgenthal in demokratischer Abstimmung gewählt, „bleiben zu dürfen“. 2003 ging er in Rente. Siegfried Meißner begleitete sogar als „Bauleiter“ den Fortgang der neuen Schule, die gebaut wurde. Ehrenamtlich hat er sich als SPD-Mitglied im Kreistag Gotha und im Gemeinderat engagiert. 20 Jahre war er stellvertretender Bürgermeister im Ehrenamt. Sport, lesen und Geschichte (Antike, Rom, Griechenland, Ägypten) sind seine Interessensgebiete. Siegfried Meißner war mit Leib und Seele Lehrer, ist immer gern zum Dienst gegangen. Er war Klassenleiter und auch stellvertretender Direktor in seiner langen Laufbahn. Toleranz und Kontaktfreudigkeit zählen zu seinen persönlichen Stärken. Der gebürtige Thüringer ist stolz auf seine Lebensleistung und seine Familie. Für die Zukunft wünscht er sich Gesundheit und Harmonie für alle seine Lieben.
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