MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Werner und Christa Meißner

„Alles mit Humor“

Werner und Christa Meißner

Meister in der Bauindustrie
Bürgermeisterin i. R.
Kleinheringen 6
06618 Naumburg

Sie können sich glücklich schätzen, fühlen sie sich doch reich beschenkt mit Liebe, Gesundheit und Zufriedenheit. Bis ins hohe Alter haben sich Werner und Christa Meißner aus Kleinheringen bei Naumburg im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt ihren Humor bewahrt. Was sie angefangen haben, wurde stets durchgesetzt und zu Ende geführt. Seit mehr als 67 Jahren miteinander verheiratet, hat das Paar den Krieg erlebt und überlebt, ist gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Die drei Söhne Joachim (geboren 1951), Hartmut (geboren 1952) und Bernhard (1954 zur Welt gekommen) sowie deren Familien mit Enkelkindern und Urenkeln sollen in Frieden leben und - gesund bleiben. Das wünschen sich Werner und Christa Meißner, die 1949 den Bund fürs Leben geschlossen haben. Werner Meißner erblickte 1926 das Licht der Welt in Kleinheringen. Acht Jahre ging er in Saaleck zur Schule, drei Kilometer zu Fuß, so war das eben früher. 1940 begann er eine Maurerlehre, die er 1943 mit der Gesellenprüfung abschloss. Nach den Kriegswirren arbeitete Werner Meißner 1952-1957 in Leuna, das bedeutete, früh aufstehen und zur Arbeit fahren, spätabends nach Hause zurückkehren. 1957 konnte er im Betonwerk Großheringen anfangen, qualifizierte sich zum Meister. Vor allem Deckenschalsteine, Rasenborde und Straßenrandsteine wurden im Betonwerk hergestellt. 1989 ging Werner Meißner in Rente. Seine Frau Christa, geboren 1925 in Merseburg, besuchte dort 1932-1940 die Schule. An einer Hauswirtschaftsschule (1940-1942) schloss sie als Wirtschaftsleiterin ab, kam nach Kleinheringen bei Naumburg. Sie konnte immer gut schreiben, formulieren, sich ausdrücken und dichten. Eine wie Christa Meißner eignete sich sehr als Sachbearbeiterin im Büro, erst in der Gemeinde, später im Betonwerk und dann beim Rat des Kreises in Naumburg. Spätere Kollegen erkannten das beizeiten und wussten es zu schätzen. In den Jahren 1972-1984 war sie sogar Bürgermeisterin in ihrem Ort. Da gab es auch Vorbilder, Frauen, die Ortsbürgermeisterinnen in der Nachbarschaft waren und von denen sie lernte, sagt Christa Meißner dankbar. „Wir haben das Ziel, die 100 zu erreichen“, erklärt die beherzte Frau heute stolz und ihr Mann nickt zustimmend. Beide haben sie sich jahrzehntelang ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Kleinheringen engagiert. Handarbeiten und das Schreiben von Büttenreden hat sie geliebt und sie ist mit ihrem Werner sehr viel und gern gereist - bis nach Sotschi, Frunse und St. Petersburg. Meißners sind stolz auf das Geschaffene und ihre große Familie. Sie wollen noch ein paar Jahre gemeinsam und in Gesundheit verbringen. Das ist ihr größter Wunsch - eben die 100 zu erreichen.
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