MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Monika Mendt
Engagiert für die Jugend
Rentnerin Alberichstr. 4 12683 Berlin Fon: 030 / 5143809
Cottbus wurde 1948 zur Geburtsstadt von Monika Reich. In ihrer Schulzeit, die 1954 begann, engagierte sie sich sehr aktiv in der Pionierorganisation. Sie arbeitete im Gruppenrat und schließlich auch als Freundschaftsratsvorsitzende. Daraus erwuchs bei ihr der Wunsch, dies auch beruflich umzusetzen. So verließ Monika Reich 1964 nach dem erfolgreichen Abschluss der 10. Klasse die Polytechnische Oberschule, um ein dreijähriges Studium als Freundschaftspionierleiterin mit Unterstufenbefähigung aufzunehmen. Mit diesem Fachschulabschluss arbeitete Monika Reich ab 1967 an verschiedenen Schulen als Pionierleiterin. Gleichzeitig begann damit ihre gesellschafts-politische Funktionärslaufbahn, die sie schließlich bis in den Berliner Magistrat führte. Doch zunächst kümmerte sich Monika Reich als Pionierleiterin um die Pioniernachmittage, sorgte für die Arbeitsgruppen und organisierte Patenbrigaden. „Für die Kinder war es immer ein großes Erlebnis, wenn wir in den Betrieb gehen durften, in dem die Tagebaubagger repariert wurden“, erinnert sie sich. Der Liebe wegen zog Monika Reich 1972 nach Berlin. Auch dort arbeitete sie zunächst noch drei Jahre als Pionierleiterin. Dann wurde sie Kreisvorsitzende der Pionierorganisation in Berlin-Mitte. Im Anschluss daran wechselte sie als Mitarbeiterin in die Berliner Bezirksleitung der Freien Deutschen Jugend (FDJ), die wie der FDJ-Zentralrat im Zollernhof Unter den Linden seinen Arbeitsplatz hatte. Dort befindet sich jetzt das ZDF-Hauptstadtstudio. Ihre Aufgabe bestand darin, die FDJ-Funktionäre anzuleiten und die jährlichen Schulungslager zu organisieren. 1980 heiratete sie ihren Robert Mendt. Mit ihren, seinen und gemeinsamen Kind haben sie fünf. Inzwischen ist die Familie auf acht Enkel und zwei Urenkel angewachsen. Auf ihre Familie ist sie nach wie vor besonders stolz. Monika Mendt begann ein Direktstudium an der Humboldt-Universität Berlin. Als ausgebildete Diplompädagogin fand sie in der Abteilung Volksbildung des Magistrats von Berlin eine neue Herausforderung. Bis zur Wende war Monika Mendt dort für die Verkehrserziehung und die Feriengestaltung der Berliner Schüler verantwortlich. Zwar wurde sie nach der Wende zunächst vom Senat übernommen und im Bildungsbereich tätig, der für das Genehmigungsverfahren des Berliner Bildungsurlaubsgesetzes zuständig war. Doch nach 3-jähriger Senatsarbeit wurde sie wegen einstiger DDR-Staatsnähe entlassen. Durch ihre Tätigkeit beim Senat bekam Monika Mendt erstmals Kontakt mit kirchlichen Einrichtgungen. "Ich durfte anderes Denken kennenlernen", resümiert sie. Nunmehr ging sie in die Vereinsarbeit, arbeitete hier 15 Jahre Sie leitete Jugendprojekte und koordinierte unterschiedliche Förderungsmaßnahmen. „Meine Aufgabe war es, die jungen Menschen für das Berufsleben fit zu machen“, erzählt Monika Mendt. Als Rentnerin absolvierte sie schließlich an der Volkshochschule zwei Computerkurse, um selbst auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Die Bindung zur Jugend hat sie bis heute nicht verloren und lebt sie mit „ihren Omapflichten“ und mit der Weitergabe ihres Wissens in der Uterrichtsgestaltung bei einem Bildungsträger. Ihr Lebensgefühl ist geprägt von der Freude im Alltag und der Suche nach dem Neuen.