MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Marianne und Hans-Jürgen Meißner
Zusammenhalt in der Familie
Voßstr. 1 18059 Rostock Fon: 0381 / 2005842
Hans-Jürgen Meißner, 1941 geboren, absolvierte die 8-Klassen-Schule, bevor er eine Lehre als Elektroinstallateur aufnahm. Als junger Facharbeiter ging er in die Warnowwerft als Schiffselektriker. 1959 wechselte er zu den Seestreitkräften, wurde auf einem Küstenschutzschiff als Torpedoelektriker eingesetzt. 1961 lernte er während eines Bordfestes seine Frau kennen, heiratete sie 1962. Die Kinder Maunela (geb. 1962, Immobilienmaklerin) und Rita (geb. 1963, Agraringenieurin und Krankenschwester) vervollkommneten die junge Familie. Ein Grund, eine Stelle an Land als Kranelektriker abzunehmen. Lange hielt er es ohne die Schifffahrt jedoch nicht aus. Schon 1965 heuerte er auf einem Bananenschiff an, befuhr nun die Route nach Westafrika. Bananen hatten die Kinder immer, der Vater jedoch fehlte. So nahm er 1968 seinen Abschied, wurde bei der Deutschen Seereederei in Rostock Dispatcher. Aktiv arbeitete er in der Gewerkschaft, wurde zur Bezirksgewerkschaftsschule delegiert und absolvierte 1973 bis 1975 die Gewerkschaftshochschule in Bernau. Als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler wurde er Sekretär für Wirtschaft und stellvertretender Vorsitzender des Kreisvorstandes der Industriegewerkschaft Transport und Nachrichtenwesen, Seeverkehr und Hafenwirtschaft. Die politische Wende und die Umstrukturierungen auf seinem Gebiet brachten kurze Arbeitslosigkeit mit sich. Durch einen Freund konnte er Arbeit in dessen Hausverwaltungsfirma finden und so bis zur Rente aktiv bleiben.
Marianne Meißner, 1942 geboren, ging nach Rostock in die Lehre, weil sie, als Tochter einer kinderreichen Familie, gerne in die Stadt wollte. Den erlernten Beruf (Dreherin) übte sie jedoch nicht aus, sondern war lange Jahre als Sekretärin tätig. Die Erziehungszeit der Kinder, der fehlende Krippenplatz machten es erforderlich, dass sie zeitweise Heimarbeit ausführen musste. Als sie das Angebot einer Schule erhielt, tätig zu werden, nutzte sie die Chance, trotz der nicht einfachen Belastung eines 5-jährigen Fernstudiums zum Erzieher mit Lehrbefähigung. Als Erzieher, als Werklehrer und Klassenleiter eingesetzt, arbeitete sie bis zur Wende im Bereich Volksbildung. Als eine von 380 Erziehern wurde sie nach der Wende entlassen. Mit ABM in Schülerfreizeitzentren blieb sie ihrer pädagogischen Richtung nahe. Sie „hat immer was zum arbeiten gefunden“, schmunzelt sie.
Heute freuen sich die Meißners über ihre zwei Enkel und möchten bei guter Gesundheit deren Entwicklung lange begleiten können.