MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Angelika Mende
Eine Spezialistin für Unmögliches
Werkstatt für Unbeschaffbares
Gubener Straße 24
10243 Berlin
Fon: 030 / 29007652
Internet: www.werkstatt-fuer-unbeschaffbares.de
Die Anfertigung einer Lampe aus 32.000 Glasperlen? Kein Problem! Die Herstellung eines zusammenklappbaren „alten“ Schachbretts? Wird erledigt! Der Entwurf und Ausführung eines „Currywurst-Pokals“? Eine der leichtesten Übungen! Der richtige Adressat für solche ausgefallenen Wünsche ist Angelika Mendes Werkstatt für Unbeschaffbares. Die Grundidee ist: „Wir stellen Unbeschaffbares her, alles, was man nicht leihen oder kaufen kann“. Als sie noch als Requisiteurin arbeitete, dachte sie oft, es müsste eine spezielle Werkstatt geben, in der man solche Dinge in Auftrag geben kann. Und genau diese Marktlücke will Angelika Mende mit der Werkstatt schließen. Neben der Herstellung von Requisiten ist sie in den Bereichen Innenausbau und -gestaltung, Werbung und Objektbau für ganz unterschiedliche Kunden tätig. Diese sind neben Filmproduktionsfirmen und Theatern auch Rundfunkanstalten, Museen, Messen und andere Firmen, die etwas auszubauen oder zu dekorieren haben.
Angelika Mende wurde 1966 in Frankfurt am Main geboren. Sie lernte Schauwerbegestalterin, eine sehr vielseitige Ausbildung in unterschiedlichen Gewerken wie Schlosserei, Tischlerei und Näherei. 1986 ging sie nach Berlin ans KadeWe, war im Theater des Westens als Requisiteurin beschäftigt, arbeitete in New York als Assistentin eines Fotografen. Wieder in Berlin, probierte sie Jobs aus, teils um die handwerklichen Fähigkeiten auszubauen, teils um herauszukriegen, was genau sie in Zukunft eigentlich machen wollte, denn die „Schaufensterdekoration war noch nicht so das Richtige“. Durch Zufall kam sie zum Film, ein Freund rief abends an, fragte, ob sie beim Aufbau für ein Nachtbild mit Mond und Sternen helfen könne. Mit einem Stück dunkelblauem Samt „bewaffnet“ fuhr sie ins Studio: „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort“. Über Nacht wurde sie Ausstattungsassistentin beim Film, durchlief sämtliche Posten von der Baubühne über die Innen- und Außenrequisite bis zur Ausstattung. Nach vielen Jahren beim Film suchte Angelika Mende nach einer anderen Tätigkeit, in der sie sich die Zeit besser einteilen und mit der Familie vereinbaren kann.
Das Ergebnis dieser Veränderung ist die Werkstatt für Unbeschaffbares. Davon abgesehen, dass sie ihr handwerkliches und gestalterisches Können gerne immer noch weiter verbessern möchte, ist sie zufrieden: „Ich habe Glück gehabt, meine Fähigkeiten nutzen zu können, einen Weg gehabt zu haben, den ich gehen konnte“.