MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christine Meier

Immer nach vorne schauen

Christine Meier

Kaufmann Forstwirtschaft
07768 Gumperda

Für Christine Meier begann das Leben 1951 schon im thüringischen Gumperda, ihrem Geburtsort und Heimat bis heute. Hier besuchte sie die Schule bis zur 6. Klasse, dann die nächsten Klassen im Nachbarort. Die 10. Klasse schloss sie in der Stadt Kahla ab. Beim Staatlichen Forstbetrieb Jena begann sie eine kaufmännische Ausbildung, 1970 beendet. Im Büro des Forstbetriebes erlebte sie dann bis 1988 lange Jahre glücklichen, erfolgreichen Wirkens im Büro, unterbrochen von den Geburten ihrer drei Kinder (Diana 1972, Sven 1974, Dolores 1976). In Grundmittel-, Finanz- und Lohnbuchhaltung war sie fit, führte zuletzt die neue Abteilung für EDV. Dann wollte sie mehr zu Hause sein und begann im Zwabitzer Büro der Volltuchwerke Neustadt/ Orla. Das erwies sich als folgenreiche Fehlentscheidung, denn nun begannen die sehr unruhigen Jahre ihres Lebens. Im Wechsel von sozialistischer Planwirtschaft zu Marktwirtschaft 1990/91 erwies sich ihr Textilbetrieb als nicht überlebensfähig. Meist kurze Zeiten der Arbeitslosigkeit wechselten mit Aufgaben in Betrieben, denen nur befristete Dauer beschieden war. Der Elektrofachmarkt in Kahla, in dem sie für Verkauf und Buchhaltung zuständig wurde, fiel 1994 einem Hochwasser zum Opfer. Christine Meier absolvierte eine Weiterbildung zur Bürokauffrau, unterstützte ihren Mann Rolf (Heirat 1984), der einst im Forstbetrieb für die Wildvermarktung zuständig war und sich in den neuen Verhältnissen einen selbständigen Wildhandel und Partyservice aufgebaut hatte. Nur, dass dies und die Vermietung der Ferienwohnung nicht fürs dauerhafte Familieneinkommen reichten. Nach einem Praktikum bei der BARMER Ersatzkasse wurde sie übernommen, doch 1997 kam der Personalabbau. Wenige Jahre führte sie in Selbständigkeit den ehemaligen Konsum-Laden ihrer Ortschaft, mit erfreulichen Anfängen, aber keinem dauerhaften Erfolg. Christine Meier arbeite dann bis 2003 als stellvertretende Marktleiterin für REWE in Camburg, war glücklicher, als sie als Filialleiterin für die Drogeriemarktkette Schlecker in Nürnberg tätig sein konnte, doch nach drei Jahren wurde der Laden geschlossen. Nur kurz war sie Leiterin einer Filiale der Agrargenossenschaft Ottendorf, doch die Eltern waren zu pflegen, bei einem Unfall kam 2008 ihr Mann ums Leben. Noch einmal versuchte sie es mit Nürnberg als Büromitarbeiterin bei „Marktkauf“, bald von EDEKA übernommen, doch die Entfernung und die Verantwortungen im Heimatort wogen schwer. Im näheren Jena fand sie bei EDEKA neue Herausforderungen in der Fleischabteilung, doch aufgrund gesundheitlicher Probleme ging sie im Jahr 2012 vorzeitig in Rente, blieb im einst mit dem Mann gegründeten Partyservice (dem Wildhandel widmet sich vor allem Sohn Sven) weiter aktiv. Ein neuer Lebensgefährte und die fünf Enkelkinder bereichern ihr Leben.
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