MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christine und Werner Meichsner
Bedeutungslos sind Gelder und Güter
Näherin, Lehrausbilderin und Disponentin i. R.
Blechschlosser i. R.
Erich-Mühsam-Straße 199
08062 Zwickau
Fon: 0375 / 787771
Christine und Werner Meichsner sind äußerst dankbar dafür, ein glückliches Leben geführt zu haben, vor allem aber, dies auch als Pensionäre weiterhin führen zu dürfen. Grund dafür sind keine Gelder und Güter. Beide sind froh, einen liebevollen und zuverlässigen Ehepartner gefunden zu haben in einer Ehe, die schon seit 1965 gedeiht und die Liebe immer inniger macht. Dankerfüllt sind sie gleichsam über Tochter Simone, Enkeltochter Cindy und Urenkel Jonny. Und nochmals verneigen sie sich vor dem Leben, das ihnen größere Schicksalsschläge ersparte.
Christine Meichsner erblickte das Licht der Welt am 04.07.1944 in Cainsdorf. Nach dem Schulende 1959 absolvierte sie an der Strickwarenfabrik „Aktivist“ ein Lehre zur Trikotagennäherin, blieb im Betrieb, übernahm jedoch nur sechs Monate später die Lehrausbildung und wechselte zwei Jahre danach als Disponentin in die Produktionsleitung. Wendebedingt wurde Christine Meichsner arbeitslos, fand 1992 eine neue Stelle als Sachbearbeiterin bei der Stadtverwaltung und ging bis zur Nutzung der Altersteilzeit 2007 rechtschaffen und vertrauenswürdig ihren Aufgaben nach.
Werner Meichsner wurde am 20.03.1942 als eines von sieben Kindern in Zwickau-Planitz geboren. Seiner Lehre zum Blechschlosser widmete er sich an den Automobilwerken Sachsenring und blieb nur mit Unterbrechung der Armeezeit bis 1966 bei dem Hersteller für den so begehrten Trabant. Bis zur Wende war Werner Meichsner bei Baumechanik Zwickau beschäftigt, erkrankte während der Wirren der deutschen Einheit und bezog daraufhin Berufsunfähigkeitsrente. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass er von seinem Betrieb an die Trasse in die Ukraine delegiert wurde und von 1984/86 die damals spektakuläre „Erdölleitung der Freundschaft“ mit erbaute.
Seit dem 60. Lebensjahr Rentner, ist Werner Meichsner auch ein wenig mit seinem Garten verheiratet. Früher betrieb er Hasenzucht und fuhr Motorrad. Heute treibt er einmal wöchentlich Sport und frönt seiner Sammelleidenschaft. Von Büchern über Bierkrüge und Münzen bis hin zu Steinen sammelt er beinahe alles. Ihren Garten liebt Christine Meichsner ebenfalls und genäht hat sie immer schon gern. Teilweise kreiert sie noch heute schöne Stücke mit der Nähnadel. Gelernt ist eben gelernt.
Meichsners sind optimistisch, friedvolle Zeiten auch künftig genießen und in Ruhe alt werden zu dürfen. Der Traum von einem eigenen Häuschen hat sich leider nicht erfüllt. So wissen das Gartenhäuschen in ihrer Parzelle zu schätzen und haben sich ein wenig die Welt angesehen. Kanada zu erkunden, wäre noch schön. Doch da lange Flüge allmählich zu strapaziös werden, wird die nächste Passage kurzerhand auf dem Schiff durchgeführt.