MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Frank Meinhard
Beruflich und privat – hinaus in die Welt
Dipl.-Ing. Starkstromtechnik
07751 Jena
1947 im Leipziger Stadtteil Leutzsch geboren, wuchs Frank Meinhard im nahen Burghausen auf, begann nach dem Abschluss der 10. Klasse 1963 beim VEM Starkstrom-Anlagenbau eine Berufsausbildung (Elektromonteur) mit Abitur. In Ilmenau konnte Frank Meinhard sich 1966 an der Technischen Hochschule einschreiben, als Diplom-Ingenieur für Starkstromtechnik durfte er sie 1971 verlassen. Inzwischen hatte er hier seine Frau Regina kennengelernt (Heirat ebenfalls 1971), so dass beide nach einem gemeinsamen Wirkungsort suchten. Den fand Regina Meinhard, Diplom-Ingenieurin für Messtechnik, an der Friedrich-Schiller Universität Jena (Universitätsangehörige bis zum Ruhestand 2013), so dass auch für ihn die Stadt an der Saale erste Wahl wurde. Ab September 1971 gehörte er zu der großen und angesehenen Schar der „Zeissianer“. In der Forschungsabteilung des VEB „Carl Zeiss“ Jena war ein Bereich Lasertechnik im Aufbau. Frank Meinhard nutzte später die Chance, durch ein postgraduales Studium Ingenieur für Außenhandel an der Jenaer Universität sich neue Aufgaben zu erschließen. Astronomische Instrumente waren eines der Gebiete, für die Jenaer Produkte Weltmarktreife hatten. In Libyen sollte mit Hilfe der DDR ein Observatorium in der Wüste errichtet werden, zwei Jahre führten ihn vielfach Dienstreisen in das nordafrikanische Land, er war als Leiter des Aufbaustabes vorgesehen, doch zum Vertragsabschluss kam es nie. 1983 wurde der Irak sein Einsatzgebiet, in Bagdad residierte er für „Carl Zeiss“ ein Jahr, konnte sogar die Familie mitnehmen. Seine anerkannte, zuverlässige Arbeit wurde dann von einem Ministerium in Zweifel gezogen, das nichts davon verstand, aber sich für alles zuständig fühlte. Dienstreisen ins kapitalistische Ausland wurden ihm nun nicht mehr angetragen. Bis zum Ende der DDR arbeitete er wieder im Forschungszentrum, war danach im Bereich Transformatorenbau engagiert, besuchte einen Lehrgang für Außenwirtschaft, wurde für den Vertrieb im Bereich Geodäsie / Photogrammetrie / Astronomie für fast zehn Jahre von „Carl Zeiss“ in Moskau eingesetzt. Sein vierzigjähriges Jubiläum als „Zeissianer“ feierte er als Mitarbeiter von Carl Zeiss Meditec, wo er die letzten Jahre bis zum Ruhestand 2012 verantwortliche Aufgaben im Servicetechnikbereich innehatte.
Der Vater zweier Söhne (beide Diplom-Ingenieure), lange Jahre der Imkerei verpflichtet, genießt heute mit seiner Frau die weite Welt auf Kreuzfahrten.