MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Gabriele und Bernd Meinhardt
Irgendwann trifft man sich wieder
Diplompädagogin
Ingenieur für Fördertechnik
08541 Plauen
Die Vogtländerin und der Leipziger kannten sich schon aus Kindheitszeiten, er hatte öfters Verwandte in der Gegend besucht. Ihre Lebenswege kreuzten sich wieder, als beide schon jeder seinen eigenen Weg mit Erfolgen (und Irrtümern) gegangen war, seit 2001 gehen sie ihren Weg gemeinsam.
Gabriele Meinhardt wurde 1947 in Zwota geboren, machte gleichzeitig mit dem Abitur (1966) einen Facharbeiterabschluss als Schneiderin. Ihr Studium (1966–1969) an der Ingenieurschule für Bekleidungstechnik machte sie zur Ingenieur-Ökonomin. Mit einundzwanzig Jahren wurde sie wunschgemäß in der Berufsschule eingesetzt, das erste Mal vor einer Klasse war wie ins Wasser geschmissen zu werden. Später wurde die Aufgabe durch ein Fernstudium an der Technischen Universität (TU) Dresden untermauert. An der Berliner Humboldt-Universität legte sie 1983 ihr Diplom als Pädagogin ab. Die Berufsschule in Klingenthal blieb bis 1986 ihre Wirkungsstätte, dann baute sie als Direktorin das Berufsberatungszentrum des Kreises auf. Viel Eigeninitiative wurde eingesetzt, als diese Aufgabe 1990 in neue Strukturen zu überführen war. 1992 wurde sie Teil des Arbeitsamtes, verantwortlich vor allem für den Bereich Akademische Berufe im ganzen Vogtland, für sie eine wunderbare, erfüllte Zeit, die erst 2012 mit dem Ruhestand endete.
Bernd Meinhardt (Jahrgang 1939) schloss die Schule mit der 8. Klasse ab, konnte später an der Volkshochschule die Mittlere Reife erwerben. Seine Lehre zum Technischen Zeichner absolvierte er beim VEB Verlade- und Transportanlagen (VTA) Leipzig. Die Ingenieurabendschule verließ er als Ingenieur für Fördertechnik, wurde nun als Konstrukteur eingesetzt. Neue Herausforderungen kamen mit dem Wechsel zum Industrierohrleitungsbau für die Chemische Industrie als Baustellenleiter in Buna, Leuna, Guben, UdSSR (Weißrussland). Aufgaben als Produktionsleiter beim Maschinen- und Apparatebau (MAB) Schkeuditz und beim Kombinat Technische Gebäudeausrüstung (TGA) folgten, ehe er ab 1990 als selbständiger Industrievertreter im Bereich Heizung / Sanitär bis 2007 in ganz Sachsen unterwegs war.
Aus vorigen Beziehungen erweitern ihre beiden Kinder (Tochter und Sohn) und drei Enkel und seine Tochter und zwei Enkel den familiären Rahmen. Ihre Liebe zu Pferden und vor allem Reiturlaub (Island, Kanada und deutsche Mittelgebirge) dokumentiert sich auch durch ihr Engagement im Verein der Pferdefreunde Großfriesen.