MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Rosemarie Matzat

„Wer bekommt was er mag, ist erfolgreich. Wer mag, was er bekommt, ist glücklich.“ (Martin Luther)

Rosemarie Matzat

Luchstr. 8
06862 Dessau-Roßlau
Fon: 034901 / 84304

Die Eltern von Rosemarie Matzat (geb. Fredrich) hatten sich durch die Organisation „Kraft durch Freude“– ein Freizeitwerk des Dritten Reiches – im Rheinland kennen- und lieben gelernt. So wuchs die 1941 geborene teils in Koblenz, teils in Roßlau auf, besuchte an diesen Orten die Grundschule. Im VEB Hydrierwerk Rodleben absolvierte sie anschließend eine Lehre zur Technischen Zeichnerin und folgte damit ihrem eigenen Sinn – nicht dem der Mutter die den Schneiderberuf für sie plante. „Ich war nicht das Mädchen mit den Puppen, ich wollte was Technisches...“ erzählt sie. Als bester Lehrling ab 1958 einige Zeit im Beruf tätig, nahm sie an der Betriebsakademie ein Studium auf und wurde Teilkonstrukteurin. Privates Glück erlebte sie mit dem Kennenlernen Ihres Mannes Jürgen (Ingenieur für Schiffsbau und Schweißtechnik) und der Geburt des Sohnes Jörg 1964. Es währte leider nur kurz, denn 1965 verstarb Jürgen Matzat und aus der glücklichen jungen Mutter wurde eine alleinerziehende Frau mit allen finanziellen und sozialen Herausforderungen, die das mit sich bringt. Als Jugendliche hatte sie aktiv Leichtathletik betrieben, sich für Bezirksmeisterschaften und DDR-Meisterschaften qualifiziert. Vielleicht war es der dabei erworbene Kampfgeist, der sie die schwere Zeit durchstehen und trotzdem nach vorne blicken ließ. Bereits fünf Jahre später stellte sie sich neuer Herausforderung, studierte an der Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik Magdeburg (Außenstelle Dessau), schloss 1973 als Dipl.-Ing. (FH) ab. Schneiderin war sie nicht geworden, doch als Hobby hatte sie dieses Handwerk ab dem 5. Lebensjahr betrieben. Nun half ihr dieses Können die entbehrungsreiche, finanziell harte Zeit zu überstehen. Mit dem Nähen verdiente sie sich Geld hinzu, konnte damit und mit einem Leistungsstipendium die kleine Familie über Wasser halten. Erst nur im Praktikum im VEB Zementanlagenbau, wechselte sie nach dem Studium in diesen Betrieb. 1973–1981 wirkte sie hier als Projektant im Technischen Vertrieb und danach bis 1998 als selbstständiger Projektant. Die Verbindung von Kreativität und Technik war ihr auf den Leib geschneidert. Sie war erfüllt von der Tätigkeit der Koordinierung aller Spezialgebiete und Kundenwünsche als Planungsgrundlage für die Erstellung der Zeichnungen (Lagepläne, Anlagenpläne). 1992 – während einer Delegierung in den Stammbetrieb Humboldt Wedag Köln – lernte sie die Unterschiede in der kollegialen Zusammenarbeit kennen. Eine enttäuschende Erfahrung für die sozial denkende und handelnde Frau. Seit 2001 befindet sich Rosemarie Matzat „im Unruhestand“. Sie widmet sich jetzt ganz ihren Hobbys Nähen und Gärtnern. Und sie erfreut sich an ihrer herzlichen Familie, zu der nun auch Schwiegertochter Annette und die Enkelkinder Jan und Anouk gehören. Rosemarie Matzat gehört dem evangelischen Glauben an, hatte 2015 die „Diamantene Konfirmation“. Eigentlich kein regelmäßiger Kirchengänger, sind Weihnachten und Ostern jedoch unbedingte Anlässe in der Familie für den Besuch des Gottesdienstes. Rosemarie Matzat schätzt und pflegt ihre Freundschaften, empfindet zu ihrer Heimatstadt Roßlau eine große Verbundenheit. Das „Elbkind“ mit der sozialen Grundeinstellung ist liebevoll stolz auf die Entwicklung des Sohnes und ist zufrieden mit ihrem Leben. „Geht nicht gibt’s nicht!“ war stets und bleibt weiterhin ihr Motto.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz