MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Mauersberger

„…und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar“ (Psalm 23)

Günter Mauersberger

Pfarrer i. R.
Lessingstr. 4
04703 Leisnig

Kein prägender menschlicher Einfluss, kein inneres Schlüsselerlebnis hat Günter Mauersberger auf seinen Weg gebracht. Wie selbstverständlich war es in ihm gewachsen, im Alter von siebzehn Jahren ein Theologiestudium zu beginnen, im Pfarrdienst dem Verkündigungsauftrag gerecht zu werden, seelsorgerlich andere Menschen zu begleiten. In Geithain, seiner ersten Pfarrstelle, in Jahnsdorf (Erzgebirge) und ab 1988 in Leisnig hatte er sich der Berufung gestellt, bis zum Vorruhestand 1997 segensreich wirken können. Danach engagiert er sich weiter als Vertretung im Verkündigungsdienst. Geboren wurde Günter Mauersberger 1934 in Annaberg, im Stadtteil Buchholz wuchs er auf, sein Vater betrieb hier ein Textilgeschäft, seine Mutter zeitweise einen Friseursalon. Mit dem Theologiestudium als Ziel, machte ihm ein dogmatischer Schuldirektor Schwierigkeiten, als er 1952 das Abitur an der Oberschule ablegen sollte. Doch wie noch öfter in seinem Leben, durfte er erleben, dass sich Blockaden auflösten. An der Martin-Luther-Universität Halle (Saale) konnte er von 1952 bis 1957 sein Studium absolvieren, trat nach neunmonatigem Lehrvikariat in Marienberg und dem Besuch des Predigerseminars Lückendorf 1959 sein Geithainer Amt an. Im selben Jahr konnte er seine Partnerin fürs Leben heiraten. Frau Waltraud war Kinderdiakonin, ist bereits im Jahr 2003 verstorben. Zwei Töchter kamen 1960 (Ulrike) und 1965 (Cornelia) hinzu, heute ist nach vier Enkelkindern bereits der erste Urenkel zu begrüßen. Aufregende Zeiten erwarteten Günter Mauersberger, als die gesellschaftlichen Umwälzungen 1989 auch Leisnig erreichten. Die Gemeinde öffnete im Herbst 1989 die Kirchen für Friedensgebete, dann bat man Pfarrer Mauersberger, den „Runden Tisch“ zu leiten und zu moderieren, der bis zur Kommunalwahl im Mai 1990 die Geschicke der Stadt an der Freiberger Mulde in die Hand nahm. Mit dem Amtsantritt des frei gewählten Bürgermeisters zog sich Günter Mauersberger wieder aus der Politik zurück, widmete sich den Menschen in ihren geistlichen Anliegen. Zum 20. Jahrestag der friedlich verändernden Ereignisse 2009 wurde ihm die Ehrenurkunde der Stadt verliehen, durfte er sich ins Goldene Buch eintragen. So voll wie im Herbst 1989 war die Kirche danach nur noch selten, viele neue Situationen waren zu meistern, sein Engagement für die Kirchgemeinde, für deren Gäste, für Menschen in materieller und geistiger Not blieb ungebrochen.
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